Leider kein Erfolg in Lyss

Wir bereiteten uns intensiv auf das Auswärtsspiel gegen PSG Lyss vor. In der Videoanalyse und im Training besprachen wir, auf welche Spieler wir besonders achten, und wie wir auf ihr Spiel reagieren wollen. Als Aufsteiger aus der 2. Liga ist es Lyss gewohnt, zu gewinnen – entsprechend war unser Ziel, sie gar nicht erst das Gefühl bekommen zu lassen, dass in diesem Spiel etwas zu holen sei.

Die Partie begann ausgeglichen. Wir eröffneten das Spiel mit einem Treffer, doch auch Lyss antwortete postwendend. In den ersten Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, zumindest was das Resultat anging. Während unsere Tore meist aus dem aufgebauten Angriff resultierten, erzielte Lyss viele einfache Treffer über Gegenstösse und die erste Welle.

Problematisch war unser Rückzugsverhalten: Wir verloren im Angriff zu viele Bälle, schalteten danach zu langsam um, und waren in Gedanken oft noch bei der vorherigen Aktion, anstatt uns sofort auf die nächste zu konzentrieren. Dadurch konnten die Lysser immer wieder ihr Tempospiel aufziehen.

Auch in der Deckung hatten wir Mühe. Teilweise stimmte die Kommunikation nicht – in einigen Situationen deckten gleich mehrere Spieler denselben Angreifer, während andere komplett frei durchkamen. Hinzu kam, dass wir in den Zweikämpfen zu wenig konsequent und körperbetont agierten. Die Schiedsrichter liessen viel zu, was wir hätten erkennen und unser Verhalten entsprechend anpassen müssen. Lyss nutzte das konsequent aus und ging mit einer 15:13-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Lyss den besseren Start und konnte den Vorsprung rasch auf vier Tore ausbauen. Wir kämpften uns zwar immer wieder heran, doch der Rückstand schwankte bis zum Schlusspfiff konstant zwischen vier und sechs Treffern. Letztlich mussten wir uns mit 30:36 geschlagen geben.

Trotz der Niederlage bleiben wir überzeugt, dass wir grundsätzlich die stärkere Mannschaft sind – wir haben es nur nicht geschafft, unser Potenzial über sechzig Minuten auf das Spielfeld zu bringen. Die Saison ist noch lang, und es gibt viele Punkte zu holen. Nun gilt es, die Lehren aus dieser Partie mitzunehmen, und die positiven Ansätze zu festigen. Mit dieser Einstellung blicken wir optimistisch auf unser nächstes Spiel: Am kommenden Sonntag, dem 26. Oktober, treffen wir um 16:00 Uhr in der Lachenhalle auf Nyon.

Text: Flurin Lüthi
Foto: Kenzo Christen