Die Thuner gewinnen verdient gegen den HVH Oberaargau

Es gelang der erste Streich, folgt der zweite auch sogleich? Nach den ersten zwei gewonnenen Punkten am vergangenen Samstag gegen Genf wollten wir gleich nachlegen. Für uns war dieses Spiel enorm wichtig, wenn wir in dieser Liga verbleiben wollen. Entsprechend gross war die Motivation im Team. Der Sieg gegen Genf hatte gezeigt, dass wir gewinnen können, und die Stimmung vor dem Spiel war spürbar auf einem anderen Level als davor.

Trotz dieser guten Ausgangslage starteten wir schwach in die Partie. Nach gut sechs Minuten lagen wir bereits mit 1:6 zurück. In der Deckung standen wir zu wenig kompakt, halfen einander kaum, und im Angriff fehlten Konzentration und Spielfluss. Doch im Gegensatz zu früheren Partien fanden wir diesmal schnell wieder ins Spiel zurück. Mit einer deutlich verbesserten Deckungsarbeit holten wir den Rückstand Punkt um Punkt auf. Wir agierten als Team, standen enger zusammen und unterstützten uns nun gegenseitig. Dadurch zwangen wir Oberaargau zu langen Angriffen und mehrmals auch ins Zeitspiel.

Auch im Angriff spielten wir nun besser. Wir agierten mit mehr Tempo, weniger verkrampft und deutlich lockerer als in vielen Spielen zuvor. Eine stabile Deckung gab uns die nötige Ruhe im Angriff. Hätten wir den Start nicht verschlafen, wäre zur Pause wohl sogar eine klarere Führung möglich gewesen. So gingen wir mit einem knappen Vorsprung von 14:12 in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel zeigten wir, dass wir aus früheren Fehlern gelernt haben. Wir verschliefen den Start nicht und knüpften direkt an die starke Phase vor der Pause an. Die Deckung blieb kompakt, die Hilfen kamen meist rechtzeitig, und die Duelle wurden konsequent nach vorne geführt. Dadurch konnten wir besser unterstützen und verhinderten oft, dass die Angreifer nach gewonnenen Duellen auf sechs Metern frei zum Abschluss kamen.

Im Angriff spielten wir weiterhin unser Spiel. Ob über den Kreis, mit Eins-gegen-eins-Aktionen oder durch Kreuzbewegungen – wir fanden immer wieder gute Lösungen. Mit viel Tempo und Spielfluss erarbeiteten wir uns klare Situationen und konnten unseren Vorsprung verwalten. Am Ende belohnten wir uns für eine geschlossene Teamleistung und gewannen das Spiel verdient mit 26:24.

Mit zwei Siegen in Folge gehen wir nun motiviert, mit guter Stimmung und viel Selbstvertrauen in die Weihnachtspause. Auf dem, was wir in den letzten beiden Spielen gezeigt haben, wollen wir weiter aufbauen und auch im neuen Jahr wieder gut starten.

Wir wünschen allen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir hoffen, euch im neuen Jahr – voraussichtlich am Samstag, 17. Januar um 14:00 Uhr– wieder in der Lachenhalle zum Spiel gegen Biel begrüssen zu dürfen.

Text: Flurin Lüthi
Foto: Kjetil Waber