Die Mannschaft der 1. Liga verliert gegen SG West Crissier

Nach der guten Leistung gegen Pratteln, trotz der am Ende deutlichen Niederlage, wollten wir genau dort weiterfahren und im Spiel gegen Crissier erneut ein starkes Auftreten zeigen. Wir starteten in der Deckung mit einer 3:2:1, und obwohl Crissier gleich im ersten Angriff ein einfaches Tor über den als zweiten Kreis abgelaufenen Rückraumspieler erzielte – die Abstimmung stimmte da noch nicht – verschliefen wir den Start diesmal nicht, wie in anderen Begegnungen.

In den ersten rund 15 Minuten waren wir gut im Spiel. Danach liess es aber stark nach. In der Deckung, wie auch im Angriff, spielten wir nicht als Team, sondern viel zu oft als Einzelspieler. Das Time-out brachte keine Verbesserung, im Gegenteil: Die Ansprache des Trainers war aus meiner Sicht eher kontraproduktiv. Defensiv verloren wir zu viele Eins-gegen-eins-Duelle und halfen einander zu wenig. So fand Crissier immer wieder einfache Lösungen über den Kreis oder über schnelle Bewegungen.

Offensiv taten wir uns ebenfalls schwer. Crissier verteidigte entweder in einer 6:0 oder in einer 5:1 mit einem weit herausstehenden Spitzenverteidiger. Wir standen viel zu nahe an der Deckung, weshalb es für sie ein Leichtes war, uns beim ersten Schritt gleich festzumachen. Dazu kam, dass wir immer wieder versuchten, gegen die Hand zu gehen – was gegen körperlich überlegene Gegenspieler kaum funktionieren konnte. Dadurch entstand überhaupt kein Spielfluss. Und genau das war das Problem: Wenn wir es nämlich einmal schafften, die Deckung in Bewegung zu bringen, öffneten sich Lücken und wir kamen zu Toren. Diese Momente waren aber zu selten. Mit einem Rückstand von 8:16 gingen wir in die Pause.

Wir starteten nicht gut in die zweite Halbzeit. Gleich im ersten Angriff verloren wir durch ein Missverständnis den Ball. Crissier spielte weiterhin mit viel Tempo Richtung Tor und fand schnell Lösungen. Unsere Angriffe dauerten im Vergleich dazu gefühlt doppelt so lange. Das Tempospiel funktionierte nicht, und wir kamen immer wieder ins Zeitspiel, wo wir dann über den Doppelblock werfen mussten – meist ohne Erfolg.

Crissier zog sein Spiel über 60 Minuten konsequent durch, während wir nie wirklich in einen Rhythmus kamen. So verloren wir am Ende klar mit 21:31.

Wir wissen, dass wir es besser können. Und wir wissen auch, dass wir spielerisch eigentlich nicht unterlegen wären. Doch wir schaffen es momentan nicht, unsere Leistung über 60 Minuten konstant auf den Platz zu bringen. Daran müssen wir arbeiten.

Text: Flurin Lüthi