Die Mannschaft der 1. Liga verliert in Pratteln

Nach zuletzt nicht überzeugenden Auftritten reiste die Spielgemeinschaft Wacker/Steffisburg mit grösserem Vertrauen nach Pratteln. Das Ziel war, zu gewinnen, aber darüber hinaus auch, geschlossen als Mannschaft aufzutreten und das Spiel mutig anzugehen.

Wacker startete mit einer offensiven 3:2:1-Deckung in die Partie, die sich als effektives Mittel gegen den Pratteler Rückraum erwies. Die Deckung stand kompakt, verteidigte aktiv nach vorne und zwang die Gastgeber immer wieder zu Fehlern oder Würfen aus ungünstigen Positionen. Dahinter sorgte ein gut aufgelegter Torhüter mit wichtigen Paraden für die nötige Sicherheit. Die gelungenen Aktionen wurden von der Mannschaft gefeiert.

Auch im Angriff fanden die Thuner schnell ihren Rhythmus. Mit klaren Kreuzbewegungen und konsequenten Eins-gegen-eins-Aktionen wurde die Abwehr des TV Pratteln unter Druck gesetzt. Leider reichte der starke Einsatz von Wacker nicht ganz aus, und die Spielgemeinschaft ging mit 11:16 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel lief das Spiel mit der Intention weiter, konsequent zu kämpfen. Während die Gastgeber ihre Wurfquote im Verlauf der zweiten Hälfte massiv auf 73 % steigerten, fiel Wacker auf 53 % zurück. Die Partie war für beide Mannschaften ein Kampf.

Bis zur 54. Minute konnte Wacker mit einem Rückstand von drei bis vier Toren mithalten. Doch in der Schlussphase, nach einem Team-Time-out, versuchte Wacker mit einer 7-gegen-6-Variante das Spiel zu erzwingen. Wacker verlor jedoch in dieser hektischen Phase wichtige Bälle, die Pratteln direkt mit Treffern ins leere Tor bestrafte. Dieser kurze Einbruch machte die Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichte, und Pratteln setzte sich auf die entscheidenden sechs Tore ab.

Mit 32:26 musste sich Wacker Thun 2 am Ende geschlagen geben. Ein Resultat, das den engen Spielverlauf über weite Strecken nicht vollständig widerspiegelt. Trotz der Niederlage bleibt festzuhalten: starker Teamgeist und bis kurz vor Schluss absolut konkurrenzfähig.

Text: David Lehmann
Foto: Kenzo Christen