U19: SG OHA vs. Wacker Thun

Das Spiel gegen die SG OHA startete vielversprechend, obwohl unsere Abwehr von Beginn an Probleme hatte. Trotz der knappen Halbzeitführung von 18:17 war unsere Deckung nicht auf dem Niveau, das wir uns vorgenommen hatten. In den ersten 15 Minuten stand es 10:10 – hochgerechnet auf den gesamten Spielverlauf hätte das auf ein torreiches 40:40 hinauslaufen können. Der Grund für diese hohe Torquote: In der Abwehr wurde sich zu wenig unterstützt, die Gegner konnten häufig einfach durchlaufen oder unbedrängt aus neun Metern abschliessen.

Vor dem Spiel war klar, dass wir das Match über eine starke Abwehr gewinnen müssen. Unser Trainer Buze hatte betont, dass 20 Gegentore das Ziel seien, während wir mindestens 21 Tore erzielen müssten. Tinu fügte spasseshalber hinzu, dass dies auf den gesamten Spielverlauf und nicht auf nur eine Halbzeit bezogen sei. Zur Halbzeit stand es dann aber schlussendlich doch 18:17 für uns.

Nach der Pause lief jedoch alles schief. Es wirkte, als wären wir zu siegessicher aus der Halbzeit gekommen. Innerhalb von fünf bis zehn Minuten lagen wir plötzlich mit fünf Toren zurück. Technische Fehler und vergebene Chancen häuften sich, während OHA uns mit schnellen Gegenstössen über die erste und zweite Welle überrannte. Das Time-out schien zuerst keine Wirkung zu zeigen und OHA konnte die Führung ausbauen. Ein wenig später konnten wir den Rückstand wieder ein wenig aufholen. Wir verblieben aber bis zum Schluss auf einem Rückstand von 5-6 Toren.

Obwohl man meinen könnte, der schwache Start in die zweite Halbzeit sei der Hauptgrund für unsere Niederlage gewesen, lag die Ursache bereits in den ersten 15 Minuten des Spiels. Dort ließen wir viel zu viele einfache Gegentore zu und schafften es nicht, die nötige Stabilität in der Abwehr zu finden.

In der ersten Halbzeit hatten wir noch Glück, da viele unserer Würfe etwas glücklich im Netz des gegnerischen Torwarts landeten. In der zweiten Halbzeit war dies nicht mehr der Fall. Der gegnerische Torwart zeigte einige starke Paraden, während unsere Keeper keinen guten Tag erwischten – weder in der ersten noch in der zweiten Halbzeit konnten sie sich wirklich auszeichnen.

Ein weiterer Aspekt, der über den gesamten Spielverlauf auffiel, war das Fehlen von Emotionen. Weder auf dem Feld noch auf der Bank wurde genug Energie gezeigt. Gute Aktionen blieben oft ohne Jubel, und dieser Mangel an Emotionen machte es schwer, den Kampfgeist zu bewahren. Im nächsten Spiel müssen wir uns wieder auf das besinnen, wofür unser Verein steht: Leidenschaft und Emotionen auf dem Platz.

Abschliessend war es eine enttäuschende Niederlage, die uns aufzeigt, woran wir in den kommenden Spielen arbeiten müssen.

Text: Flurin Lüthi
Foto: Romy Streit