Kein Sieg trotz 7-Tore-Vorsprung

Ein weiteres Mal gelingt es Wacker Thun nicht, in der AXA Arena in Winterthur einen Sieg zu bejubeln. Wacker Thun und Pfadi Winterthur teilen sich am heutigen Abend die Punkte und trennen sich mit einem 26:26-Unentschieden, obwohl Wacker Thun zeitweise mit sieben Treffern Differenz im Vorsprung lag. Dennoch darf die Thuner Leistung in den ersten 45. Minuten als sehr positive Grundlage für die kommenden Partien angesehen werden.

Nach der Wintervorbereitung treffen Wacker Thun und Pfadi Winterthur  innert Wochenfrist gleich zwei Mal aufeinander: zuerst in der Meisterschaft in der AXA Arena, dann am kommenden Samstag (8.2.) in der Lachenhalle im Cup-Halbfinal. Wacker Thun zeigte, dass die Winterpause gut genützt wurde und zeigte sich von Beginn an aktiv und mit viel Spieltempo. Leider fehlte in der Defensive der Abwehrchef Stefan Huwyler aufgrund einer Spielsperre, im Innenblock konnte jedoch der wieder genesene Ron Delhees sein Team unterstützen. Das Team von Remo Badertscher starte souverän und lag von Beginn an stets in Führung, in der 28. Minute zog Wacker Thun dank Benjamin Meschke mit vier Toren, anschliessend sogar durch den Penalty-Treffer von Cedric Manse mit fünf Toren Differenz davon. Eine wichtige Komponente des Thuner Erfolges war Flavio Wick, der in der ersten Halbzeit eine bemerkenswerte gute Leistung zeigte und die Winterthurer fast zur Verzweiflung brachte. In die Pausenbesprechung verabschiedeten sich die beiden Mannschaften schlussendlich mit einer Wacker-Führung von 14:10.

Trotz einiger Unterzahlsituationen startete Wacker Thun gut in die zweite Halbzeit, in der 48. Minute netzten Flavian Römer zum 24:18 und kurz darauf Cedric Manse zum 25:18 ein. Noch knapp 15 Minuten zu spielen und ein 7-Tore-Vorsprung? Ja, das sah sehr positiv für Wacker Thun aus. Doch leider wurde der Thuner Angriffsfluss unterbrochen und der Winterthurer Torhüter Grazioli kam immer besser ins Spiel. Sinnbildlich dafür diese Tatsache: der letzte Wackertreffer in der Partie erzielte Ante Gadza in der 48. Minute (26:21), anschliessend kommt Wacker Thun über 12 Minuten zu keinem einzigen Treffer mehr. Am Schluss muss man noch fast von Glück sprechen, dass Tiago Cuencas wenige Sekunden vor Schluss den letzten Wurf neben das Tor setzte, ansonsten hätte Thun die Heimfahrt ohne Punkte antreten müssen.

Mit 45 Minuten darf Wacker Thun sehr zufrieden sein, darauf kann definitiv aufgebaut werden. Schafft es das Team nun, diese Leistung über 60 Minuten abzurufen, wird die Mannschaft dem Thuner Publikum noch viel Freude bereiten. Eine solcher Totalausfall im Angriff über mehr als zehn Minuten muss aber zukünftig definitiv vermieden werden.

Bereits am kommenden Samstag kann die 1. Mannschaft beweisen, dass Winterthur zu schlagen ist: die beiden Teams treffen am Samstag, 8. Februar, im Cup-Halbfinal aufeinander. Anpfiff ist in der Thuner Lachenhalle um 17 Uhr. Liebe Wacker-Familie, wir brauchen eure Unterstützung, um gemeinsam in den Cupfinal zu kommen. Hopp Wacker!

Cup-Halbfinal: Lachenhalle, Samstag 8. Februar 2025, 17.00 Uhr

Text: Nicole Kaufmann
Foto: Martin Deuring