Wacker Thun gewinnt gegen Pfadi Winterthur
Die Zuschauer in der Thuner Lachenhalle erlebten ein packendes Handballspiel, das bis in die Schlussphase Spannung pur bot. Wacker Thun zeigte von Beginn an eine hohe Intensität und startete gut in die Partie. Nach sieben Minuten stand es 3:3 – ein ausgeglichenes Duell auf Augenhöhe.
Pfadi Winterthur konnte sich in der Folge leicht steigern, doch Wacker reagierte stark und glich immer wieder aus. Zwei vergebene Siebenmeter verhinderten jedoch die Führung für die Gastgeber. Nach 20 Minuten stand es 9:9, wobei Wacker für seine Tore etwas mehr Aufwand betreiben musste.
Beim Stand von 10:12 nahm Remo Badertscher sein erstes Timeout, um neue Impulse zu setzen. Zur Pause lag Wacker aber noch immer zurück: 12:15.
Mit einer offensiven Deckung startete Wacker in die zweite Halbzeit und störte die Angriffe der Pfader früh. Diese Taktik zahlte sich aus: Nach 38 Minuten glich Joshua Baumann zum 18:18 aus. Die Halle kochte, die Partie wurde hektisch. Beim 20:20 (41. Minute) nahm Pfadi erneut eine Auszeit, welche Wirkung zeigte – die Gäste setzten sich wieder leicht ab. Doch Wacker kämpfte sich zurück und glich nach 47 Minuten erneut aus.
In der Schlussphase wurde es dramatisch: Nach 50 Minuten nahm Wacker beim Stand von 24:25 ein Timeout. Zwei Minuten später folgte der umjubelte Führungstreffer zum 26:25. Pfadi reagierte mit dem letzten Timeout, doch die Gastgeber hatten nun Oberwasser.
Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, als Silvan Fürst einen weiteren Siebenmeter parierte und mit einigen Glanzparaden die Basis für den Sieg legte. In der 55. Minute führte Wacker 27:25, Ante Gadza und Joshua Baumann erhöhten wenig später auf drei Tore Vorsprung. Diesen gab Wacker nicht mehr her und gewann dank einer kämpferischen Leistung verdient mit 31:28.
Remo Badertscher meinte nach dem Spiel: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Der Einsatz und der Wille waren heute die entscheidenden Faktoren.“
Text: Marco Schär
Foto: Kjetil Waber

