Zu starker Leader, aber tapfer gekämpft
Wacker Thun vs. Kadetten Schaffhausen – 30:37 (16:19)
In der stimmungsvollen Lachenhalle zeigte Wacker Thun am Mittwochabend eine leidenschaftliche und kämpferische Leistung gegen den Schweizer Serienmeister Kadetten Schaffhausen. Trotz der 30:37-Niederlage darf das Team stolz auf seinen Auftritt sein – denn über weite Strecken bot man dem Favoriten eindrucksvoll Paroli.
Die Ausgangslage war klar: Die Kadetten reisten als Tabellenführer und mit einem hochkarätig besetzten Kader nach Thun. Doch Wacker, das auf ihren gesperrten Kreisläufer Benjamin Meschke verzichten musste, ließ sich davon nicht beeindrucken. Von Beginn an stemmte sich die Mannschaft mit viel Herzblut gegen die Angriffswellen der Gäste.
Besonders Ante Gadza überzeugte als Spielmacher mit Übersicht und Tempo, während die gesamte Mannschaft mit Einsatz und Teamgeist glänzte. Zur Pause lag Wacker nur knapp mit 16:19 zurück – ein Zeichen dafür, wie gut man sich auf den Gegner eingestellt hatte.
In der zweiten Halbzeit wurde es richtig spannend: Wacker kämpfte sich bis auf 23:24 heran und brachte die Kadetten kurzzeitig ins Wanken. Technische Fehler der Gäste und schnelle Gegenstöße sorgten für Hoffnung auf eine Überraschung. Doch die individuelle Klasse der Schaffhauser – allen voran Odinn Rikhardsson mit 15 Toren aus 16 Würfen – machte letztlich den Unterschied.
Trotzdem: Die Leistung von Wacker Thun verdient höchsten Respekt. Mit einem dezimierten Kader und viel Leidenschaft zeigte das Team, dass es auch gegen die besten der Liga mithalten kann. Mit solchen Leistungen kann und wird die Mannschaft in dieser Saison die treuen Fans weiterhin beglücken können.
Schon am kommenden Samstag geht es für Wacker auswärts gegen Handball Stäfa weiter – mit dem klaren Ziel, an die starke Leistung anzuknüpfen und Punkte zu holen.

