Wacker Thun verliert gegen die Kadetten Schaffhausen
Wacker Thun verliert das Heimspiel am Mittwochabend gegen den klaren Favoriten Kadetten Schaffhausen mit 31:40. Weiter geht es bereits am Samstag, auswärts in St. Gallen kämpft das Team von Remo Badertscher um den Einzug in den Cup-Halbfinal.
Mit gemischten Gefühlen verliessen Spieler und Trainer von Wacker Thun nach der deutlichen 31:40-Niederlage gegen die Kadetten Schaffhausen das Spielfeld. Trotz des klaren Resultats bleibt die positive Gewissheit, dass sich die Mannschaft nach einem miserablen Start zurück gekämpft und nie aufgegeben hat. Die Mannschaft hat gegen den Tabellenersten Moral bewiesen, auch wenn es am Ende nicht für Punkte gereicht hat.
Wacker Thun wurde in den ersten Minuten kalt erwischt. Bereits nach vier Minuten lag Wacker mit 0:5 zurück. Die Gäste aus Schaffhausen waren von Beginn an hellwach und überrollten die Thuner mit hoher Effizienz. Nach einer sehenswerten Kombination von Mehdi Ben Romdhane auf Kassem Awad, die zum 5:0 führte, sah sich Remo Badertscher gezwungen, mit einem Timeout ins Spielgeschehen einzugreifen.
Nach diesem Weckruf kam Wacker besser ins Spiel. Nino Gruber, der insgesamt sechs Tore erzielte, brach den Bann und eröffnete den Thuner Torreigen. Innerhalb weniger Minuten verkürzte Wacker Thun auf 6:8. In dieser Phase nutzten die Einheimischen auch einige Überzahlsituationen effektiv aus. Dennoch taten sie sich gegen die kompakte Defensive der Kadetten schwer. Topscorer Ante Gadza, der dreimal traf, und Kreisläufer Benjamin Meschke, der einmal erfolgreich war, wurden konsequent abgeschirmt und fanden nur selten Lücken.
Trotzdem blieb Wacker Thun immer in Schlagdistanz und hätte beim Stand von 11:11 durch Nino Gruber sogar erstmals in Führung gehen können, doch der Flügelspieler scheiterte an Kadetten-Keeper Meyer. Nach der Pause (17:22) versuchten die Thuner den Rückstand zu verkürzen, doch die Kadetten blieben dominant. Die Qualität im Kader der Munotstädter musste einmal mehr neidlos anerkannt werden und Wacker Thun hatte zunehmend Mühe, mit den Kadetten mitzuhalten. Dass die Thuner Defensive vergleichsweise schlecht stand, führte zu vielen Toren der Kadetten Schaffhausen. Die Schlussminuten gehörten dann aber wieder den Kadetten, die mit dem letzten Treffer von Juan Castro Alvarez das Spiel mit 40:31 für sich entschieden. Für Trainer Badertscher bleibt die Erkenntnis, dass Wacker Thun phasenweise sehr guten Handball zeigen kann – gelingt eine Verbesserung in der Defensive und eine konstantere Leistung, ist in Zukunft vieles möglich.
Am kommenden Samstag wollen die Jungs in Grün aber noch einmal zeigen, was sie können! Im Viertelfinale des Schweizer Cups kämpft Wacker Thun gegen den TSV St. Otmar St. Gallen um den Einzug ins Halbfinale. Hopp Wacker!
Foto: Romy Streit
Text: Nicole Kaufmann

