Wacker Thun bezwingt Suhr Aarau
Die Lachenhalle bebte am Samstagabend, als Wacker Thun im QHL-Duell gegen den HSC Suhr Aarau einen packenden 30:25-Heimsieg feierte. Es war ein Spiel voller Tempo, Emotionen und Wendungen – und am Ende ein Statement der Thuner.
Erste Halbzeit: Feuerwerk und Führungswechsel
Von Beginn an ging es wild zur Sache: Beide Teams starteten hektisch, die Abwehrreihen hatten kaum Zugriff. Suhr nutzte das zunächst besser aus und setzte sich leicht ab, doch Wacker schlug zurück. Nach zehn Minuten stand es 7:7, worauf Ante Gadza die Hausherren per Penalty erstmals in Front brachte.
Ante war in der Startphase nicht zu stoppen: Bereits in der 16. Minute erzielte er seinen sechsten Treffer zur 11:9-Führung. Doch Suhr blieb dran, ging sogar kurz vor der Pause nochmals mit 13:14 in Führung. Nach einem Timeout der Gäste (26. Minute) stand es 14:14. Es blieb ausgeglichen, aber kurz vor der Pause ein kleiner Schlüsselmoment: Ante stiehlt den Ball beim Anwurf der Gäste und trifft eiskalt zur 17:16-Pausenführung – die Halle feierte!
Zweite Halbzeit: Winkler und die Abwehr als Gamechanger
Nach der Pause stellte Wacker die Deckung um: Nino Gruber und Juro Cakaric auf den Halbpositionen, Leandro Römer vorne auf der Spitze. Und dann kam die Stunde von Marc Winkler: Mit spektakulären Paraden brachte er Suhr zur Verzweiflung. Nach 35 Minuten führte Wacker 19:17, nach 40 Minuten 21:18. Eine perfekt ausgespielte Überzahl schloss Juro zum 22:18 ab – die Fans tobten.
Suhr reagierte mit einem Timeout und riskierte alles, brachte den siebten Feldspieler. Doch Wacker behielt einen kühlen Kopf. Die Emotionen kochten, als Seya Grau in der 49. Minute nach Videobeweis wegen einer Tätlichkeit Rot sah. Suhr kämpfte sich zwar noch einmal auf 25:22 heran, doch Ante und Nino machten mit sehenswerten Treffern den Deckel drauf. Nach dem dritten Timeout der Gäste war klar: Das Ding gehört Wacker!
Endstand: 30:25 – ein Statement vor den Fans
Dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit, einer aggressiven Deckung und einem überragenden Marc Winkler (Abwehrquote von 56%) sicherte sich Wacker Thun den verdienten Sieg. Ante Gadza avancierte mit zwölf persönlichen Treffern zum Matchwinner im Angriff, die Halle feierte frenetisch.
Nun werden sich die Spieler und die Trainer erholen und die verdienten Weihnachtsferien geniessen können. Im Januar wird Remo Badertscher die Trainings für eine erneute Vorbereitungsphase nutzen können, da die Nationalmannschaft an die EM in Dänemark, Schweden und Norwegen reist. Die QHL-Meisterschaft startet für Wacker wieder am 4. Februar 2026, auswärts gegen GC Amicitia Zürich. Nächstes Heimspiel wird am 7. Februar 2026 gegen den Spitzenreiter aus Schaffhausen sein.
Text: Marco Schär
Foto: Kjetil Waber

