Vorschau zum zweiten Playoff-Heimspiel von Joshua Baumann

1:2 steht es nun aus Sicht von Wacker Thun in dieser umkämpften Playoff Serie gegen die Kadetten Schaffhausen. Wacker verliert am Montagabend vor 667 Zuschauern mit 30:23. Nach einem hervorragenden Start in die Partie und einer starken Defensivleistung steht es zur Pause 12:10 für die Kadetten. Die zweite Halbzeit verläuft für die Thuner eher durchzogen und in der letzten Viertelstunde geht der Mannschaft die Puste aus. So steht man nun mit dem Rücken zur Wand und eine Niederlage vor dem Saisonende. Die Ausgangslage für den Donnerstag ist also klar, ein Sieg muss her, damit wir die Saison gemeinsam weiterführen können.

Mit dem Rücken zur Wand gegen Schaffhausen ist wohl die undankbarste Aufgabe im Schweizer Handball. Aber man erinnere sich gerne an den Playoff-Final in der Saison 2012/2013 zurück, denn dort lagen die Thuner nach zwei Spielen mit 0:2 hinten und dennoch gelang es Wacker am Ende mit dem Pokal in den Händen dazustehen. Genau das zeigt, dass für Wacker immer noch alles möglich ist. In einem Heimspiel in der vollen Lachenhalle schaffen es die Berner Oberländer immer wieder über sich hinaus zu wachsen und unmöglich geglaubte Dinge doch noch möglich zu machen. Ein Beispiel dafür ist das vergangene Playoff Heimspiel gegen die Schaffhauser, bei dem es den Thuner gelang die Kadetten durch eine überragende Verteidigung und mit viel Herzblut und Emotionen in die Knie zu zwingen. An diesem Abend hat die Mannschaft gezeigt, dass mit dieser Intensität, mit dem vorzüglichen Kampfgeist und vor Allem mit einer vollen Lachenhalle und unseren Fans im Rücken wir auch die Kadetten schlagen können. Und genau das ist am Donnerstag was zählt: Der Glaube an die Mannschaft, der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und der Glaube daran, dass wir zu Hause mit einer Energie wie letzten Donnerstag, die beste Mannschaft der Schweiz sein können.

Wir als Thuner haben schon oftmals schwierige Aufgaben gemeistert und werden auch am Donnerstag alles dafür tun, diese grosse Hürde zu überwinden. Mit Emotionen, Freude und Kampfgeist werden wir die Partie angehen und bis zur letzten Sekunde für das Wappen, welches wir mit enormem Stolz auf der Brust tragen, kämpfen. Für solche Spiele arbeiten wir ein ganzes Jahr lang hart und diesen Donnerstag wollen wir uns gemeinsam dafür belohnen. Lasst dieses Spiel nicht unser letztes sein! Ich freue mich, euch zahlreich in grün in der Halle zu sehen und danke für die Unterstützung. HOPP WACKER!

Text: Joshua Baumann
Foto: Romy Streit