Wacker Thun verliert das Derby
Es war das erwartet intensive Berner Derby am vergangenen Samstag in der Mobiliar Arena, doch am Ende musste sich Wacker Thun dem BSV Bern knapp mit 30:33 geschlagen geben. Es war kein schönes Spiel mit viel Krampf, aber es wurde in der gut gefüllten Halle auf beiden Seiten leidenschaftlich gekämpft. Trotz einer starken Aufholjagd gegen Schluss der zweiten Halbzeit reichte es nicht ganz, um Punkte aus der Hauptstadt zu entführen.
Die Partie begann denkbar schwierig für die Thuner: Erst nach über sieben Minuten gelang der erste Treffer – zu diesem Zeitpunkt hatte der BSV Bern bereits zwei Tore vorgelegt. Die Gastgeber präsentierten sich in der Anfangsphase aggressiv in der Defensive, angeführt von Lucas Rohr, und konnten sich auf einen stark aufspielenden Mathieu Seravalli im Tor verlassen. Dennoch blieb das Spiel über weite Strecken der ersten Halbzeit ausgeglichen, auch weil der BSV im Angriff einige Chancen liegen liess. Mit einem knappen 12:14-Rückstand ging es für Wacker in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Bern den besseren Start und setzte sich bis zur 42. Minute auf 22:17 ab. Zwei Minuten später stand es gar 24:17 – ein Rückstand, der Wacker Thun zwar nicht entmutigte, sich aber schlussendlich als zu grosse Hypothek erwies. Mit viel Moral und Einsatz kämpften sich vor allem die jungen Spieler vom Team von Trainer Remo Badertscher zurück ins Spiel. Tor um Tor wurde aufgeholt, und rund vier Minuten vor Schluss war der Rückstand auf drei Treffer geschmolzen.
Doch näher liess der BSV seine Gäste nicht mehr herankommen. Trotz aller Bemühungen und einer leidenschaftlichen Schlussphase blieb Wacker der verdiente Lohn verwehrt. Die 30:33-Niederlage war bitter und unnötig, aber auch ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft bis zum Schluss kämpft, zusammenhält und sich nicht aufgibt.
Fazit: Auch wenn das Resultat nicht zu unseren Gunsten ausfiel, nehmen wir viele positive Erkenntnisse mit. Die Moral stimmt, der Kampfgeist ist ungebrochen – und mit dieser Einstellung werden wir in den kommenden Spielen wieder angreifen. Nun folgt eine kleine Pause bevor es am 5. November zum nächsten Heimspiel gegen Handball Stäfa und danach gleich am 8. November im Cup gegen St. Otmar St. Gallen, ebenfalls zu Hause in der Lachenhalle, weitergeht.
Foto: Kjetil Waber

