Wacker Thun verliert wichtiges Heimspiel gegen den HSC Kreuzlingen

Der erste Auftritt von Lukas von Deschwanden in der Lachenhalle im Rahmen seines temporären Comebacks verlief nicht nach Thuner Geschmack – Wacker Thun verliert das eminent wichtige 4-Punkte-Spiel gegen den HSC Kreuzlingen mit 27:30 und muss diesen nun in der Tabelle sehr nahe aufrücken lassen. 

Die Vorzeichen für einen Heimsieg standen nicht schlecht: eine volle Haupttribüne (Danke an das Casino Interlaken!), das Heimpublikum im Rücken, die Verstärkung durch Lukas von Deschwanden und das Comeback von Rudi Faluvégi und Cedric Manse liessen auf einen Thuner Heimsieg hoffen. Bis zum 12:12 durch Lukas von Deschwanden in der 20. Minute verlief die Partie ausgeglichen, obwohl die Thuner Defense inklusive Torhüter noch nicht genug stabil stand. Vor allem die Kreise des Kreuzlinger Regisseurs Valon Dedaj vermochte Wacker Thun zu wenig einzuschränken. In der Offensive gefiel in der ersten Halbzeit neben Lukas von Deschwanden auch Damien Guignet, der mit vollem Zug und dem bedingungslosen Schritt Richtung Tor glänzte. Positiv fiel auch auf, dass die Angriffe vermehrt erfolgreich über die Flügelpositionen ausgespielt und abgeschlossen wurden. Kreuzlingen spielte unter der Regie von Dedaj abgezockt und geduldig, in der 26. Minute setzte sich das Gastteam mit einem Treffer von Tahirukaj erstmals mit drei Toren ab (13:16). Zur Pause trennten sich die beiden Teams mit einem Spielstand von 16:17.

Nach der Pause vermochte es Kreuzlingen leider, den Vorsprung stetig weiterauszubauen – in der 42. Minute wirft Martin Brezina das Gastteam zu einer Viertore-Führung. Diesem Vorsprung wird Wacker Thu noch ganz lange nachrennen, als Rudi Faluvégi bei in Unterzahl acht Minuten vor Spielschluss – und nach einer Parade von Flavio Wick –  das 23:24 erzielte, keimten nochmals Hoffnung beim Thuner Publikum und die Stimmung in der Lachenhalle auf. Schon oft haben die Jungs ja bewiesen, dass sie fähig sind, Rückstände noch zu ihren Gunsten zu drehen. Dass nach dem Treffer von Rudi Faluvégi der Rückzug nicht genügend schnell war, um den ausgewechselten Flavio Wick wieder ins Spiel zu bringen, war leider etwas symptomatisch für das etwas lethargisch wirkende Wacker Thun. Im nächsten Angriff sucht Gabriel Felder aus einem – zumindest bei eigener Unterzahl – relativ kleinen Winkel den Abschluss und scheiterte am Kreuzlinger-Torhüter Wieser. Im Gegenzug schliesst Kreuzlingen mit einem schönen Kempa-Treffer ab – schon wieder lag Wacker Thun mit drei Treffern in Rückstand. Als Nicolas Raemy fünf Minuten vor Spielschluss den Benjamin Meschke sucht, der Ball jedoch für den Kreisläufer unerreichbar gespielt war, bestätigte sich leider die Gewissheit, dass sich das Team von Remo Badertscher einmal mehr auch selbst schlagen wird. Das Spiel wurde – wie könnte es auch anders sein – mit einem Treffer von Valon Dedaj zum 27:30 abgeschlossen.

Für Wacker Thun geht es Schlag auf Schlag weiter – die nächste Chance, wichtige Punkte zu sammeln, bietet sich bereits am Mittwoch, 13.12.2023 auswärts gegen den HSC Suhr Aarau. Weiter geht’s, hopp Jungs!

Foto: Romy Streit
Text: Nicole Kaufmann