Wacker Thun gewinnt gegen den HC Kriens-Luzern

Endlich wurden Mut, Herz und Wille belohnt – Wacker Thun gewinnt nach einem starken Auftritt gegen den HC Kriens-Luzern mit 27:26 und holt zwei ganz wichtige Punkte. Nach der Heimniederlage gegen Genf stand das Team von Remo Badertscher mit dem Rücken zur Wand, unterstützt von den zahlreich erschienenen Zuschauenden (1’035) trat die Mannschaft couragiert und bestimmt auf.

Nach einem ausgeglichenen Start war es nach rund 10 Minuten Rudolf Faluvégi, der Wacker Thun mit dem 5:4 erstmal in Führung brachte. Im Angriff zeigte sich Wacker mutig, verschiedenste Spieler übernahmen Verantwortung und suchten ihre Abschlüsse, zusammen mit einer harten und agilen Verteidigung wurden die Innerschweizer Gäste vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Dank eines Treffers von Ron Delhees kurz vor der Sirene konnte Wacker Thun mit einer erstmaligen 2-Tore-Führung in die Kabinen gehen (16:14).

Das Skore nach der Pause eröffnete der Krienser Ramon Schlupf kurz nach Wiederaufnahme der Partie, doch doppelte Nicolas Raemy unverzüglich nach und der Abstand wuchs auf drei Treffer an. Dann kamen die mirakulösen Minuten von Torhüter Marc Winkler, der zu zaubern began und rund zehn Minuten lang – zusammen mit der guten Defense – nur einen Gegentreffer zuliess.  Rund 15 Minuten vor Spielschluss erzielte Ivan Chernov den Treffer zum 22:18, ein Viertore-Polster, das Wacker Thun noch benötigen wird.

Denn plötzlich besinnten sich die Gäste auf ihre Qualitäten und drehten spielerisch auf, Wacker bekundete immer mehr Mühe, die Krienser-Verteidigung zu überwinden. Innert Minuten glich Kriens auf 23:23 aus, bevor Als Marin Sipic den HCKL nach 53:37 sogar in Führung bringen konnte (23:24). Die Angst, dass das Team von Remo Badertscher sich für eine gute Leistung erneut nicht belohnen könnte, war in der Halle förmlich spürbar. Bei einem Team-Time-Out stellte Remo Badertscher sein Team neu ein, Ron Delhees holte mit einem entschiedenen 1:1 eine Zeitstrafe gegen Fabian Böhm raus, dann folgten zwei Tore von Faluvégi und Felder zur 25:24-Führung. Bei einem unglaublichen Lärmpegel führte Gabriel Felder die Entscheidung zu Gunsten des Heimteams mit dem 27. Treffer herbei, der anschliessende 7-Meter-Treffer von On Langenick zum Entstand von 27:26 verkam zur Makulatur.

Die Emotionen, die Erleichterung und die Freude waren am gestrigen Abend in der ganzen Lachenhalle spürbar. Endlich wurde das Team von Remo Badertscher für den guten Auftritt belohnt, dieses Mal gelang es, die beiden Punkte ins Trockene zu bringen. Der Siegeshunger war bei Wacker Thun am Samstag-Abend wohl einfach das entscheidende Quäntchen grösser, die Moral stimmte. Die Mannschaft zeigte, wie viel Potenzial eigentlich in ihr steckt – nun gilt es, die Batterien wieder zu laden, die rekonvaleszenten Spieler wieder voll zu integrieren und mit einer breiten Brust am Sonntag nach St. Gallen zu reisen.

Im Namen des ganzen Vereines und der ersten Mannschaft bedankt sich Wacker Thun bei den gestrigen 1’035 Zuschauenden. Wie ihr den Verein in dieser schwierigen Situation unterstützt und lautstark zum Sieg geklatscht habt, zeugt von einem riesengrossen Wackerhärz. Merci viu Mau!

Text: Nicole Kaufmann
Foto: Romy Streit