Wacker Thun verliert knapp gegen den HSC Suhr Aarau

Viel Wille und Moral wurde nicht belohnt. Wacker Thun verliert ein weiteres wichtiges Spiel gegen den HSC Suhr Aarau denkbar knapp mit 24:25. Gegenüber dem enttäuschenden Auftritt gegen den HSC Kreuzlingen zeigte das Team jedoch eine deutlich gesteigerte Leistung, mehr Emotionen und Präsenz. Bereits am Sonntag, 17.12., steht nun für Wacker Thun ein ganz wichtiges Spiel an – zu Hause trifft das Team von Remo Badertscher um 17.00 Uhr auf den TSV St. Otmar St. Gallen.

Die Partie wurde von der ersten Minute an sehr körperbetont und mit vielen Emotionen geführt, von Beginn weg mussten die beiden Unparteiischen Strafe um Strafe verteilen. In der vierten Spielminute befand sich Wacker Thun bereits in doppelter Unterzahl, doch begeisterte Wacker Thun mit einer sehr aktiven und dynamischen Verteidigung und überstand diese Unterzahl-Situation unbeschadet. Offensichtlich ist seit dem Spiel gegen Kreuzlingen ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, das Feuer war wieder spürbar. In der achten Minute musste Ron Delhees nach einem Schlag ins Gesicht lange gepflegt werden und konnte leider im Anschluss von Remo Badertscher nicht mehr eingesetzt werden. Eine Option, die gegen Ende des Spieles schmerzlich vermisst wurde. Beim Spielstand von 3:6 verpasste Nino Gruber bei einer guten Konter-Chance leider die Möglichkeit, auf 4 Tore Differenz zu erhöhen. Im Tor glänzte Marc Winkler, der mit mirakulösen Paraden ein starker Rückhalt fürs Team war und es so ermöglichte, dass Wacker Thun sich vom Heimteam absetzen konnte.

Nach einer Viertelstunde verletzte sich ein Unparteiischer an der Wade, so dass das Spiel im Anschluss nur noch von einem Schiedsrichter geführt wurde – bei der hitzigen Partie keine einfache Aufgabe. Das Team von Remo Badertscher attackierte in der Verteidigung sehr proaktiv, was wichtig und richtig war, jedoch oft zu einer Zeitstrafe und zwei Minuten in Unterzahl führte, falls der Spieler etwas zu spät oder von der Seite angriff. Im Angriff funktionierte das Kreisläufer-Spiel besser, so erzielte Benjamin Meschke fünf Treffer auf fünf Versuchen und holte zusätzliche Penaltys raus. Leider verbuchte Lukas von Deschwanden in der ersten Halbzeit insgesamt zwei Fehlwürfe vom Penalty-Strich aus – Tore, die am Schluss schmerzlich fehlten. Zur Pausenbesprechung begaben sich die beiden Mannschaften bei einer Thuner-Führung von 14:11. Eine gute Halbzeit von Wacker Thun!

Die ersten zehn Minuten nach der Pause verliefen aus Thuner Sicht schlecht, die Defense war nicht gleich präsent wie in den ersten 30 Minuten, zudem stellte der HSC auf eine offensivere Deckungsvariante um. Nach 35 gespielten Minuten war es Tim Aufdenblatten, der erstmals wieder den Spielstand auf 15:15 ausglich, drei Minuten später geriet Wacker Thun erstmals wieder in Rückstand. Die letzte Viertelstunde glich einem wahrhaftigen Krimi, die Führung wechselte zwischen den beiden Teams hin und her. Sieg Aarau, Sieg Thun, Remis – alles war noch möglich. Leider schlug das Pendel gestern Abend gegen Wacker Thun aus, das Team von Remo Badertscher verlor gegen den HSC Suhr Aarau mit 24:25. Eine extrem bittere Niederlage, verbunden mit einigen Diskussionen um die letzten Spielszenen. Zurückbleibt die Enttäuschung, dass ein Punktegewinn verdient und gerecht gewesen wäre, aber auch die Gewissheit, dass in der Mannschaft viel steckt, viel mehr, als gegen Kreuzlingen gezeigt wurde. Wichtig ist nun, sich vom Abnützungskampf gut zu erholen und die guten Aspekte vom Mittwoch-Spiel mitzunehmen, dann wird der TSV St. Otmar St. Gallen am Sonntag (17 Uhr) vor einer ganz schwierigen Aufgabe in der Lachenhalle stehen. Hopp Wacker!

Text: Nicole Kaufmann
Foto: Romy Streit