Wacker Thun gewinnt mit 10 Toren Vorsprung

Der so ersehnte Befreiungsschlag ist geglückt. Wacker Thun gewinnt mit einer starken Leistung diskussionslos gegen den TSV St. Otmar St. Gallen mit 37:27 (20:12). Es gelang den Thunern, mit Emotionen und Herzblut den so wichtigen Sieg zu erkämpfen.

Von Beginn weg zeigte das Team von Remo Badertscher, wer in der Lachenhalle zu Hause ist und das Sagen hat. Bereits nach 5 Minuten netzte Ivan Chernov zur 5:2 Führung ein. Im Vergleich zum Heimspiel gegen den HSC Kreuzlingen bot sich den Zuschauenden eine ganz andere Mannschaft, die Präsenz ausstrahlte und energiegeladen auftrat. Basierend auf einer guten, agilen Defensive, in Kombination mit einem starken Marc Winkler im Tor, stellte Thun Otmar vor offensiv schwierige Aufgaben. Ohne den abwesenden Spielmacher Pendic lastete viel Verantwortung auf Otmar-Topscorer Knezevic. Offensiv zeigte Wacker Thun vor allem in der ersten Halbzeit eine gute Passqualität und ein spielerisches Konzept, dass die Aussenspieler und Kreisläufer mit einbezog. Das Spiel wurde hart geführt, was in 14 Zeitstrafen und 2 Disqualifikationen endete. Emotionen, die Wacker Thun zum Glück in gute Defensivarbeit und hohe Konzentration ummünzen konnte. Otmar vermochte es nicht, denn Vorsprung von Wacker Thun auf weniger als drei Tore zu verkürzen – im Gegenteil, Wacker setzte sich vor der Pause nochmals deutlich ab und konnte mit einem Spielstand von 20:12 zufrieden zur Pausenbesprechung gehen.

Erfreulich war auch der Start in die zweite Halbzeit, die Wacker schon so oft etwas verschlafen hat. Dank drei Treffern in drei Minuten war jedoch rasch klar, dass der Wacker-Motor problemlos weiterläuft – als Flavio Wick in der 34. Minute seiner Rolle als Penaltykiller einmal mehr gerecht wurde, schien die Gegenwehr von Otmar gebrochen zu sein. Obwohl das Spiel anschliessend etwas an Spannung und Qualität verlor, schien die ganze Lachenhalle sehr erleichtert zu sein, so unbesorgt ein Spiel der QHL-Mannschaft verfolgen zu können. Schöner Abschluss des Spiels war der Treffer von Aussenspieler Joshua Baumann, der vom ganzen Publikum frenetisch bejubelt wurde. Wacker Thun gewann schlussendlich äusserst verdient mit 37:27 und revanchiert sich somit bei den Ostschweizern für die empfindliche Auswärtsniederlage im Herbst.

Das Spiel zeigte wieder einmal mehr, dass es die Thuner Fans braucht, um ein solches Spiel spielen zu können. Die Lachenhalle brannte und ihr habt das Team zum Sieg getragen – merci viu Mau!

Das nächste und letzte Spiel in diesem Jahr ist bereits am kommenden Mittwoch auswärts gegen Pfadi Winterthur.

Text: Nicole Kaufmann
Foto: Tatjana Schwab