Niederlage: Wacker Thun – HC Kriens-Luzern (31:43)
Erste Halbzeit
Die Partie startet in einem hohen Tempo. Beide Mannschaften suchen früh den Abschluss, Kriens dabei mit der etwas besseren Effizienz und einer knappen Führung. Wacker hält jedoch entschlossen dagegen. Nach zehn Minuten steht es folgerichtig ausgeglichen 4:4, getragen von einer aggressiven Thuner Deckung.
In dieser Phase dreht insbesondere Luca Sigrist auf – der Rückraumshooter zeigt eindrücklich, weshalb er in der kommenden Saison den Schritt in die Bundesliga wagt. Wacker-Coach Remo Badertscher reagiert mit frühen Wechseln, um das Tempo hochzuhalten und frische Kräfte zu bringen.
Zwischen Minute 10 und 17 übernimmt Kriens zunehmend das Spieldiktat: 15. Minute: 8:10, 17. Minute: 8:12, worauf Badertscher sein erstes Team-Timeout nimmt.
Auch Kriens bittet bei 9:13 (20. Minute) zur Besprechung. Wacker stemmt sich kämpferisch gegen den Rückstand. Fünf Minuten vor der Pause trifft Juro Cakaric zum 13:15 – doch Kriens antwortet jeweils prompt. Zur Halbzeit führen die Gäste mit 16:19.
Zur Schiedsrichterleistung
Während die Partie inhaltlich attraktiven Handball bot, blieb die Leistung des Schiedsrichterduos nicht ohne Diskussionen. Mehrere Entscheidungen wirkten für beide Seiten schwer nachvollziehbar, zudem wurde das Auftreten der Unparteiischen von vielen Beobachtern als auffallend überheblich und wenig kommunikationsbereit wahrgenommen. Dies trug punktuell zur Unruhe auf dem Feld bei.
Zweite Halbzeit
Der zweite Durchgang bleibt zunächst intensiv. Nach 35 Minuten steht es 20:24, doch dann gelingt Kriens ein spielentscheidender Zwischenspurt. Mit einem 4:1-Lauf ziehen die Zentralschweizer auf 21:28 (38:30) davon – Badertscher nimmt sein zweites Timeout.
Wacker kämpft, doch nun häufen sich Fehlwürfe und die Defensive findet nicht mehr die Stabilität der ersten Hälfte. Der Rückstand wächst weiter: 45. Minute: 22:33 – die Partie ist faktisch entschieden.
In der Schlussphase setzt Wacker bewusst auf die jungen Spieler, während Leistungsträger wie Ante Gadza geschont werden. Trotz hoher Moral gelingt es nicht mehr, das Ergebnis zu korrigieren.
Fazit
Wacker Thun zeigt über weite Strecken Herz, Tempo und Kampfgeist, doch gegen spielerisch starke Krienser und eine zunehmend brüchige Defensive in Halbzeit zwei reicht es nicht zu einem knappen Resultat. Die zahlreichen Gegentore nach der Pause und die Durchschlagskraft von Sigrist & Co. geben schlussendlich den Ausschlag.
Endstand: 31:43 – eine deutliche Niederlage gegen ein an diesem Abend klar überlegenes Kriens-Luzern.
Text: Marco Schär
Foto: Silvan Dietrich

