Spielvorschau von Gabriel Felder

Die Qualifikationsrunde der QHL ist in der letzten Woche zu Ende gegangen. Mit einem unglaublich spannenden Berner Derby vor ausverkaufter Halle. Es war ein attraktives, aber sehr emotionales Spiel. Das ganze Spiel über waren wir immer die bessere Mannschaft und haben geführt, bis wir in der Schlussphase den Kopf verloren haben und damit auch unser Sieg mit einem Unentschieden her gaben. Ein Unentschieden, das sich für uns in den ersten Minuten wie eine Niederlage anfühlte. Wir waren die bessere Mannschaft und haben den Sieg einmal mehr in den letzten Minuten hergegeben. Dieser Frust war danach, zumindest bei den meisten, sehr gross, kurz darauf wieder ein wenig kleiner. Denn an diesem Abend nach dem Spiel hat man Martin Rubin, den aktuelle Trainer vom BSV-Bern, emotional verabschiedet. Martin war als Spieler und Trainer eine Legende für beide Vereine und ebenso ein unglaublich grossartiger Mensch. Dies war trotz der verpassten Chance auf den 7. Platz ein Moment, der viele aus dem Umfeld von Tinu und der ganzen Handball Schweiz berührt hat.

Nun geht es aber darum, nach vorne zu schauen. Das erste Playoff-Spiel gegen die Kadetten Schaffhausen steht an. Sicher ein hart zu bezwingender Gegner, der ganz klar der Favorit in dieser Best-of-Five-Serie ist. Die Kadetten haben in den ganzen 27 Spielen nur zwei Mal verloren und ein Unentschieden erzielt. Doch alle wissen, dass in den Playoff andere Gesetze gelten. Wir sind unglaublich bereit und gewillt, gemeinsam als Team zusammen mit dem Verein und den Fans im Rücken, diesen Berg zu erklimmen. Wir wollen alles, was noch in unserem Tank ist, herausholen und in jedem einzelnen Spiel abliefern. Wir haben auch in dieser durchzogenen Saison immer wieder gezeigt, dass wir auch gegen starke Teams mit hochklassigen Handballern mithalten konnten. In der vergangenen Woche haben wir uns taktisch auf den Gegner eingestellt und wir wissen, was wir auf dem Handballfeld zu tun haben. Aus meiner Sicht war Wacker Thun in jedem Playoff-Spiel gegen die Kadetten der Underdog und trotzdem hat Wacker es einige Male geschafft, die Orangen zu schlagen. Dabei sind es nur um die Tugenden gegangen, die Wacker immer geprägt haben. Wir müssen Emotionen, Kampfgeist, Wille und Leidenschaft auf die Platte bringen und vor allem müssen wir als Team agieren. Wenn wir diese Punkte leben und verkörpern, können wir eine Chance haben, den Favoriten zu ärgern und allenfalls sogar zu schlagen.

Wir sind alle extrem stolz, für so einen Verein in unserer Region spielen zu dürfen. Jedes Mal in eine volle Lachenhalle einlaufen zu dürfen ist ein unglaubliches Gefühl. Wir haben die besten Fans und Supporter der ganzen Handball Schweiz. Um so mehr sind wir auf unseren achten Mann angewiesen und das an den Heim- sowie Auswärtsspielen. Es wird beim Playoff-Spiel ein Fancar auswärts nach Schaffhausen fahren. Wir danken bereits jetzt allen, die uns lautstark in der Halle unterstützen kommen. Danke für Alles und HOPP WACKER!

Text: Gabriel Felder
Foto: Romy Streit