Verlieren verboten: Playoff Spiel 3 in der Mobiliar Arena
Nach zwei Niederlagen heisst es am Donnerstag für Wacker Thun: verlieren verboten. 0:2 liegen die Thuner in der Best-of-5-Serie gegen den BSV Bern zurück und müssen somit die nächsten drei Spiele gewinnen, soll der Halbfinaleinzug realisiert werden.
Zwei unterschiedliche Spiele, derselbe Sieger – der BSV Bern erarbeitete sich mit dem Erfolg am vergangenen Sonntag in der Thuner Lachenhalle bereits den ersten Matchball in dieser Viertelfinalserie. Die Partie war nichts für schwache Nerven. Während in der ersten Begegnung in der Mobiliar Arena nur der BSV wirklich in Playoffstimmung war und dementsprechend relativ souverän gewann, schalteten nun auch die Thuner einen Gang höher. Das Resultat war ein packendes, intensives und am Ende gar dramatisches Spiel. Drei rote Karten, Emotionen hüben wie drüben, aber auch spielerische Highlights liessen die Herzen der Handballfans höher schlagen. Genau so stellt man sich ein Playoff-Derby vor. Für die Gastgeber war der Ausgang am Ende bitter. In einem Spiel zwischen zwei Teams auf Augenhöhe, legten die Thuner in der zweiten Halbzeit stets vor, ohne sich jedoch entscheidend absetzen zu können. 28:25 nach 53 Minuten, 32:30 in der 59. Minute. Trotzdem konnten die Oberländer den Vorsprung nicht über die Zeit bringen. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison stolperten sie kurz vor der Ziellinie – und wurden dafür bitter bestraft. Der Sieg der Stadtberner kam am Ende glücklich, jedoch nicht unverdient zu Stande. Die Gäste waren in der Startphase spielbestimmend, blieben auch in Thuner Stärkephasen in Schlagdistanz und erarbeiteten sich so das nötige Quäntchen Wettkampfglück.
Was dieses Spiel gezeigt hat: Wacker Thun kann den BSV Bern fordern, an den Rand einer Niederlage bringen. Am kommenden Donnerstag reist das Team von Cheftrainer Badertscher somit zwar noch sieg-, jedoch keinesfalls aussichtslos nach Gümligen. Im Vergleich zu den vergangenen Partien muss der Hebel vor allem hinter der Mittellinie angesetzt werden. In der Offensive fand man regelmässig Lösungen, wurde aber zu oft im Rückzug förmlich überrannt. Tore, die sich Wacker teils aufwändig erarbeitet hat, wurden vom BSV umgehend mit seiner starken schnellen Mitte gekontert. Dies gilt es am Donnerstag zu verhindern, um die Stadtberner möglichst oft in den Positionsangriff zu zwingen. Dass die Oberländer dem BSV so das Torewerfen deutlich erschweren können, haben die vergangenen Partien gezeigt.
Letzten Endes wird es am Donnerstag in der Mobiliar Arena für Wacker Thun um nicht weniger als den Verbleib in der Meisterschaft 2025/26 gehen. Dabei zählt das Team erneut auf die treue Unterstützung der Fans in Grün. Mit dem Rücken zur Wand und dem Messer zwischen den Zähnen werden sich die Mannen aus dem Oberland mit all ihnen zur Verfügung stehenden Kräften gegen das Saisonende stemmen, um mindestens noch einmal die ganz besondere Playoffatmosphäre in der Lachenhalle erleben zu können.
Darum: Alli id Mobiliar Arena – alli für Thun!
BSV Bern vs. Wacker Thun | Donnerstag, 16. April 2026 | 19.15 Uhr | Gümligen Mobiliar Arena | Red+
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Tickets Saison 2025/26 – BSV Bern
Text: Marc Winkler
Foto: Nikolai Lehmann

