Wacker Thun spielt auswärts gegen Pfadi Winterthur
Zum Abschluss der Qualifikationsrunde trifft Wacker Thun am Mittwoch um 19.15 Uhr auswärts auf Pfadi Winterthur. Während sich an der Tabellenposition der Gastgeber nichts mehr ändern wird, geht es für Wacker im Fernduell mit dem BSV Bern noch um den Heimvorteil im Playoff Viertelfinal.
Am späten Mittwochabend wird geklärt sein, ob das Berner Derby im Playoff Viertelfinal im Oberland oder in Gümligen in die erste Runde gehen wird. Die besseren Karten haben aktuell die Stadtberner. Punktgleich mit den Thunern, weist der BSV Bern das deutlich bessere Torverhältnis auf und kann sich mit einem Sieg beim HC Kriens-Luzern Rang vier und den damit verbundenen Heimvorteil sichern.
Die Thuner ihrerseits werden gut daran tun, sich nicht mit allfälliger Innerschweizer Schützenhilfe und einem Schielen in die Pilatus-Arena zu beschäftigen. Zu gross ist der Brocken, der vor der eigenen Nase steht: Das wiedererstarkte Pfadi Winterthur. Nachdem die Eulachstädter vor rund 12 Monaten dem Playout gegen den Abstieg aus der QHL nur aufgrund des Rückzugs des HSC Kreuzlingen entgangen sind, spielen sie in dieser Saison wieder stark auf und werden die Qualifikation auf Rang drei abschliessen. Die Suche nach den Schlüsselspielern im Kader von Pfadi Winterthur gestaltet sich schwierig. Nicht weil es an solchen mangelt, sondern viel eher, weil viele Akteure tragende Rollen einnehmen können. Die Ausgeglichenheit ist ein grosses Plus im Spiel der Pfader. Die bislang überzeugende Saison gipfelte im Cupfinal, wo man knapp den Kadetten Schaffhausen unterlag.
Es ist eine schwierige Aufgabe, welche den Berner Oberländern in der AXA Arena bevorsteht. Im Vergleich zu den letzten Spielen gegen den RTV Basel und den HC Kriens-Luzern wird eine massive Leistungssteigerung nötig sein, wenn man in Winterthur eine Chance auf etwas Zählbares haben will. In der Theorie ist das Rezept einfach: Eine stabile Defensive, in der sich Torhüter und Deckungsverbund gegenseitig Sicherheit geben; Daraus resultierende Ballgewinne mittels schnellem Umschaltspiel in einfache Tore ummünzen; Geduldige Angriffe im 6:6 mit konsequenten Abschlüssen; Ein disziplinierter Rückzug, um das Winterthurer Tempospiel nicht zur Entfaltung kommen zu lassen – und das Ganze wieder von vorne. Einfach formuliert – deutlich anspruchsvoller in der Umsetzung. Aber: die entscheidende Phase steht vor der Tür, einfache Aufgaben wird es keine mehr geben. Wacker Thun will am Mittwoch in Winterthur beweisen, dass es bereit ist für die schönste Zeit des Jahres.
Pfadi Winterthur vs. Wacker Thun | Mittwoch, 1. April 2026 | 19.15 Uhr | Winterthur AXA Arena | Red+
Text: Marc Winkler
Foto: Geschäftsstelle Wacker Thun AG

