Wacker Thun verliert in Aarau 31:25
Nach sieben Siegen in Serie reiste Wacker Thun mit viel Selbstvertrauen nach Aarau, musste jedoch ohne Shooter Jonathan Buck antreten. Trotz des personellen Rückschlags startete Wacker engagiert in die Partie und lag schnell ein bis zwei Tore in Führung.
Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Nach zehn Minuten stand es folgerichtig 6:6. Der HSC Suhr Aarau ging beim 9:8 erstmals in Führung, doch Joshua Baumann antwortete postwendend zum 9:9. Nach einer Zweiminutenstrafe gegen Nils Kiener (15.) und dem Timeout der Gastgeber (19.) blieb Wacker weiterhin einen Schritt voraus.
Drei Minuten vor der Pause musste Ante Gadza allerdings für zwei Minuten auf die Strafbank, dennoch blieb Wacker abgeklärt und nahm eine knappe 15:16-Führung mit in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie über weite Strecken ausgeglichen. Allerdings verpasste es Wacker, sich durch drei Fehlwürfe etwas abzusetzen. Nach sieben Minuten kam Silvan Fürst ins Tor. Beim 18:20 gelang Wacker nochmals eine Zweitoreführung.
Doch die Partie wurde ruppiger: Ron Dobler kassierte seine zweite Strafe (39.). Suhr verkürzte, doch Wacker antwortete sofort mit dem 21. Treffer (41.). Nach 45 Minuten musste Juro Cakaric für zwei Minuten raus. Der HSC glich via Penalty zum 21:21 aus.
Die darauffolgenden Minuten wurden hektisch. Und Wacker begann im Abschluss vermehrt ihre Chancen nicht auszunutzen. Nachdem Ante Gadza bereits zweimal einen Penalty verworfen hatte, scheiterten auch noch Flavian Römer und kurz darauf auch Joshua Baumann vom Strich.
Nach 46 Minuten stand es weiterhin 21:21 und Suhr nahm ein Timeout.
Im Anschluss nutzten die Gastgeber mehrere Wacker-Fehler im Angriff und gingen erstmals mit zwei Toren in Führung. Badertscher musste bereits nach 48 Minuten erneut das Timeout ziehen (Spielstand 23:21).
Wacker versuchte es danach mit dem siebten Feldspieler, blieb jedoch erfolglos, während Suhr konsequent traf. Beim Stand von 25:21 (51.) zog Wacker-Coach Badertscher sein letztes Timeout.
Doch der erhoffte Umschwung blieb aus: Suhr fand immer wieder einfache Lösungen, während Wacker für jedes Tor viel investieren musste. Die Thuner Torhüter kamen kaum mehr ins Spiel, während die Suhrer Keeper immer stärker wurden. Vier Minuten vor Schluss unterlief Ante Gadza ein weiterer Fehlversuch, den Suhr zum 28:24 bestrafte – eine Art Vorentscheidung.
Am Ende musste Wacker eine bittere 31:25-Niederlage hinnehmen; die erste nach sieben Siegen in Folge. Die mangelnde Durchschlagskraft in der zweiten Halbzeit, viele technische Fehler und zu wenige Paraden gaben letztlich den Ausschlag zugunsten des HSC Suhr Aarau.
Nun gilt es, die Köpfe freizubekommen, sich zu regenerieren und kleinere Blessuren auszukurieren. Bereits am Mittwoch, 11. März wartet das nächste Heimspiel gegen den RTV Basel, Anspielzeit ist 19.15 Uhr. Die Jungs werden alles daran setzen, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.
Text: Marco Schär
Foto: Kjetil Waber

