Ds Drü im Kampf um die Kirsche auf der Nidle auf dem Coupe

Die Saison 2025/26 vom Drü stand ganz im Zeichen der Entwicklung. Das Ziel war klar: Jeder Spieler sollte sich individuell – technisch wie physisch – verbessern und als Team den nächsten Schritt machen. Und falls am Ende sogar ein Aufstieg möglich wäre, hätte man die Kirsche auf der Nidle natürlich gerne mitgenommen.

Über die gesamte Saison hinweg zeigte das Drü grossen Einsatz und viel Wille zur Weiterentwicklung. Im Training wurde intensiv gearbeitet, auf dem Feld mutig gespielt und auch in schwierigen Situationen nie aufgegeben. Dass dabei nicht jeder Spielzug perfekt funktionierte, gehört beim Drü dazu – manchmal war der Matchplan eher Richtlinie als Gesetz.

Besonders im Gedächtnis bleibt das letzte Spiel der regulären Saison: +20 Tore waren nötig für den direkten Aufstieg. Das Drü kämpfte, rannte, traf – und kam am Ende auf starke +16…, die gedrückte Stimmung danach war verständlich, die Verwirrung der Gegner ab der Stimmung auch…

Die anschliessenden Aufstiegsspiele wurden zum eigentlichen Saisonhöhepunkt. Das erste Heimspiel entwickelte sich mit rund 250 Zuschauern zu einem echten Handballfest – mehr Zuschauer das Heimspiel von GC Amicitia Zürich gegen unser Eis (145 Zuschauer). In Thun herrschte definitiv mehr Stimmung als auf manchem Profiparkett.

Auch das zweite Aufstiegsspiel bleibt unvergessen – vor allem wegen der Carfahrt. Im ausgeliehenen Bus der FC Thun Frauen und dank Magnetlogos vom Zwöi kam fast schon Profi-Feeling auf. Zwischen Umleitungen, (zu) tiefen Unterführungen und schmalen Feldwegen war der Weg schon ein Event.

Für mich persönlich war es zudem die letzte Saison als Trainer dieses Teams. Umso schöner war zu sehen, wie sich die Mannschaft nicht nur sportlich, sondern auch menschlich weiterentwickelt hat.

Und zum Schluss bleibt nur eines zu sagen – frei nach Giovanni Trapattoni: „Ich habe fertig.“

Text: Jan Bruni
Foto: Roland Peter