Wacker Thun Drü - TV Wabern 23:22 (11:11)

Gegenseitige Motivation, Zusammenhalt und mentale Stabilität sind ab Spielbeginn deutlich zu spüren – offensichtlich haben die letzten Trainingseinheiten Wirkung gezeigt. Wir versuchen, mit Spielfreude statt mit verkrampftem Handball unseren Weg zu finden, um TV Wabern die Stirn zu bieten. Unser heutiger Kader ist etwas reduzierter als sonst, aber es ist schön zu sehen, dass auch Spieler in der Halle sind, die aufgrund von Verletzungen nicht spielen können.

Spielerisch liefern wir uns einen offenen Schlagabtausch – auf unsere Abschlüsse folgt meist eine schnelle Antwort. Die ersten 15 Minuten sind vorbei und lassen sich einfach zusammenfassen: Wir haben Spaß, und das zeigt sich auch im Ergebnis – 8:6. In der Verteidigung zeigen wir einen soliden Auftritt, in der Offensive gelingen uns einfallsreiche Spielzüge, und unser Torwart hält mit starken Paraden, so gut es beim Handball eben möglich ist.

Nach dem Timeout von Wabern bringen sie neue Ideen ins Spiel, um die Lücke zu schliessen, und so gehen wir mit einem 11:11 in die Pause.

45 Minuten sind gespielt, es steht 16:16. Wir versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren, um am Ende das Beste herauszuholen. Die letzten Minuten sind eine emotionale Achterbahnfahrt, und es ist – selbst aus der Perspektive des Schreibers, der nicht aktiv mitspielt – schwierig, die passenden Worte zu finden.

In den letzten drei Minuten gibt es einige Zwei-Minuten-Strafen, Siebenmeter und sogar rote Karten – es ist eine intensive Begegnung, die uns alles abverlangt. Nur noch 25 Sekunden, das Timeout läuft, und wir stellen uns dem letzten Angriff von Wabern. Mit Durchhaltevermögen erkämpfen wir uns ein 23:22. Es war ein schwieriger, aber verdienter Sieg.

 

Matchbericht und Foto: Jeff Bättig