TV Länggasse - Wacker Thun Drü 30:23 (14:13)
Für das letzte Spiel dieses Jahres ging es für uns in den “Spitz” nach Bern wo uns eine jugendliche Truppe des TV Länggasse erwartete.
Coach Bruni Jänu verordnete eine 6-0-Deckung, um den jungen, flinken Gegner auflaufen zu lassen. Ein konsequenter 4-2-Angriff sollte vorne für die nötigen Lücken in der gegnerischen Verteidigung sorgen. Ansonsten natürlich das übliche “Vollgas”, “110%” “in der Verteidigung richtig anlangen” und so weiter. Wie immer einfacher gesagt, als getan.
Diesmal gelang uns das allerdings von Beginn weg sehr eindrücklich. Mit druckvollen Angriffen und schönen Abschlüssen und einer gut organisierten Verteidigung erarbeiteten wir uns in den ersten Minuten Vorteile. Die jungen Berner verstanden es aber leider gut, ihre Flügel konsequent freizuspielen. Diese wiederum zeigten eine beeindruckende Treffsicherheit. So gingen wir schlussendlich nach überwiegend sehr guten ersten 30 Minuten mit einem Ein-Tore-Rückstand in die Pause.
Kurzer Zeitsprung an die Kabinenansprache von Jänu nach dem Spiel. Die Worte unseres Coaches waren ungefähr diese: “Heute habt ihr euch ganz einfach selber geschlagen. Ihr habt es mental nicht hingekriegt, Euch auf Eure Aufgaben zu fokussieren. Ihr habt Euch mit dem Schiedsrichter und anderen Unzulänglichkeiten beschäftigt. Ihr seid technisch und spielerisch gut, aber am mentalen müssen wir aber wirklich noch arbeiten. Leider ist das nicht das erste Mal dass ich das sagen muss.” Stimmt wohl leider.
Was ist geschehen? Wie schon in der ersten Halbzeit pfiff der Schiedsrichter auch in der zweiten Halbzeit einige Szenen nicht so, wie wir das gerne gehabt hätten. Das schien immer mehr Spieler von uns derart stark zu beschäftigen, dass wir einigermassen den Faden verloren und fast vollständig vergassen, die Anweisungen unseres Coaches umzusetzen. Das wiederum führte dazu, dass wir vorne leider nicht mehr den nötigen Druck hinkriegten. Zudem war unsere Verteidigung zu oft nicht mehr an der richtigen Stelle. So konnte sich unser Gegner immer wieder schöne Überzahlsituationen erarbeiten. So ging diese Partie schlussendlich mit 30 zu 23 verloren. Wir nehmen für uns mit, eine sehr schöne, starke erste Halbzeit gespielt zu haben, die richtig Spass gemacht hat. Und wir wissen nun, woran wir im neuen Jahr zu arbeiten haben – und zwar jeder Einzelne von uns.
Ds Drü wünscht dr ganze Wacker-Familie schöni Feschttäg u im nöie Jahr viu Gfröits u ds Oug für di vile chlyne u bsundere Momänte im Läbä!
Text: Pascal Luginbühl
Foto: Urs Wenger

