NLA: Erst im Schlussspurt souverän

Wackers Thomas Rathgeb wird bedrängt. Foto: Roland Peter
Impressionen
Zum Abschluss der Qualifikationsphase resultierte für Wacker Thun ein standesgemässer Sieg. Yellow Winterthur war für die Berner Oberländer beim 36:29 kein Gradmesser. Fast die Hälfte aller Tore erzielten Sandro Badertscher (9, davon 5 Penaltys) sowie Reto Friedli (7), der normalerweise als Abräumer in Defensive von sich reden macht. Trotz den zwei Punkten war Trainer Martin Rubin mit seinem Team nicht restlos zufrieden.
Martin Rubin, Wacker hat das Saisonziel Finalrunde nicht erreicht. Sind Sie immer noch enttäuscht?
Mit der Abstiegsrunde mussten wir uns schon länger befassen. Die Enttäuschung ist demnach auch schon ein wenig verarbeitet. Jetzt müssen wir neue Ziele setzen und die neuen Vorgaben umsetzen.
Was wollen Sie mit Wacker bis Saisonende erreichen?
Darüber werde ich während der Woche mit dem Team reden. Wenn Sie aber mich fragen: Ich will zehn Mal gewinnen. Das klingt etwas gar unbescheiden. Wir wollen auch in der Abstiegsrunde einen Schritt vorwärts machen. Die Gegner liegen alle in unserer Reichweite. Jetzt haben wir die Chance, eine Siegermentalität zu entwickeln. Die Spieler müssen es insbesondere gegen schwächere Mannschaften schaffen, die richtige Einstellung zu finden. Im Übrigen haben die Spieler bei den Zielsetzungen ein Mitspracherecht.
Was bedeutet das konkret?
Vor dem aktuellen Spiel gegen Yellow Winterthur hat das Team gesagt, dass es nicht mehr als 22 Gegentore kassieren will. Wir haben 29 Tore erhalten und die Vorgabe somit nicht erreicht. Nun muss sich jeder Einzelne hinterfragen, warum wir als Team defensiv ungenügend waren. Wie gesagt: Wir wollen einen Schritt weiterkommen. Es fällt auf, dass Wacker gegen die direkten Konkurrenten um einen Finalrundenplatz, Kriens, Pfadi und Basel, lauter Niederlagen kassierte und wir somit völlig zu Recht nur auf dem achten Schlussrang landeten. Nun müssen wir dafür sorgen, dass der Fall in die Abstiegsrunde einmalig bleibt. In der kommenden Saison wollen wir uns steigern. Die Weichen für die Zukunft können wir bereits jetzt stellen.
Interview: Stephan Dietrich/TT
Yellow Winterthur - Wacker Thun 29:36 (10:14). 200 Zuschauer.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Yellow, 5-mal 2 gegen Wacker.
Yellow: Haupt/Kindler (20.-47.); Bay, Bieri, Gehrig (1), Graf (1), Hauser, R. Huber, S. Huber (4/4), Läng, Müller (5), Roth (3/3), Rüeger (5), Steiner (10).
Wacker: Winkler/Alexejew (ab 31.); C. Badertscher (1), S. Badertscher (9/5), Caspar (1), Cehajic (1), Dähler (3), Friedli (7), Liiva (5), Linder (3), Rathgeb (2), Reber, Szymanski (2), Von Deschwanden (2).
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| Veröffentlicht 18:54:55 07.03.2010 |






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