NLA: Wacker definitiv in der Abstiegsrunde

Kein Durchkommen für Wackers Claudio Badertscher. Foto: Christian Pfander
Impressionen
Die Mission war äusserst schwierig, ja nahezu unmöglich gewesen: Um den erstmaligen Gang in die Abstiegsrunde zu verhindern, musste Wacker Thun aus den letzten beiden Qualifikationsspielen nicht nur vier Punkte gewinnen, sondern auch ein negatives Torverhältnis von 68 Einheiten gegenüber Pfadi Winterthur korrigieren. Nach dem gestrigen Heimspiel gegen die Pfader, den einstigen Schweizer Vorzeigeklub, erübrigen sich sämtliche Rechenspiele. Wacker verlor 22:33 (11:17) und beendet die Qualifikationsphase auf Rang 8; am Sonntag (17.30 Uhr) geht es in der finalen Partie beim Aufsteiger und Schlusslicht Yellow Winterthur einzig noch darum, die schwache Auswärtsbilanz zu verbessern.
Wider dem Trend
Mit stotterndem Motor war Wacker Thun in die Saison gestartet, zuletzt zeigte die Rubin-Equipe indes Aufwärtstendenz und vermochte auch Spitzenteams wie St.Otmar oder Amicitia ein Bein zu stellen. Gegen Winterthur enttäuschte sie auf der ganzen Linie. «Wir sind in alte Muster verfallen und haben die Köpfe sehr früh hängen lassen», erklärte Kreisläufer Claudio Badertscher. Vor 680 Zuschauern – die elf Qualifikationsheimspiele besuchten im Schnitt deren 587 – agierten die Thuner überhastet und schwach in der Deckung, was der Cupfinalist schonungslos ausnutzte. «Wir haben sehr vieles falsch gemacht; aus diesen Fehlern gilt es zu lernen», analysierte Badertscher. «Und zu allem Unvermögen kam auch noch Pech dazu.» Zunächst war Wacker in der Tat nicht vom Glück begünstigt: Vier der ersten neun Abschlussversuche landeten am Pfosten. Und wenn nicht Aluminium einen Torerfolg verhinderte, so war es Pfadi-Torhüter Martin Pramuk. Der 44-fache slowakische Nationalspieler zeichnete für 18 Paraden verantwortlich. Während der BSV Bern Muri – die Berner unterlagen gestern in Kriens 24:30 – den dritten Rang belegt, geht es für Wacker am nächsten Wochenende in der Relegationsrunde weiter. Von Abstiegssorgen sind die Oberländer befreit, der Vorsprung auf den vorletzten Platz beträgt 16 Punkte. Trainer Martin Rubin dürfte jene Spieler forcieren, welche auch kommende Spielzeit das Wacker-Trikot tragen werden.
Kaupo Liiva zu Amiciita?
Der in Thun nicht mehr erwünschte estnische Flügelspieler Kaupo Liiva steht derweil vor einem Wechsel zu Schweizer Meister Amicitia Zürich.
Philipp Rindlisbacher
Wacker Thun - Pfadi Winterthur 22:33 (11:17).
Lachenhalle. – 680 Zuschauer. – SR Süess/Frey.
Wacker Thun: Aleksejew/Winkler; Reber (4), Caspar (3), Friedli (1), Von Deschwanden, Rathgeb (1), Szymanski (1), Cehajic (2), Linder, Dähler, Sandro Badertscher (3/1), Claudio Badertscher (2), Liiva (5).
Pfadi Winterthur: Pramuk/Baur (ab 52.); Babic, Kasapidis (2), Mierwza (4), Kurth (6/1), Kipili (2), Studer (1), Scheuner (7), Müller, Tarhai (5), Krauthoff (6), Kovar.
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| Veröffentlicht 00:41:27 06.03.2010 |






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