NLA: Eine echte Bewährungsprobe
Vor sieben Wochen bestritt Wacker Thun den letzten Ernstkampf; Schweizer Meister GC Amicitia Zürich wurde in der Lachenhalle überraschend 23:21 bezwungen. Im ersten Spiel im Jahr 2010 treffen die Oberländer erneut auf ein Spitzenteam: Am Sonntag (18 Uhr) spielen sie auswärts gegen Ligakrösus Kadetten Schaffhausen. Zwei Wochen habe er seinen Spielern zwecks Erholung frei gegeben, erklärt Trainer Martin Rubin. «Sie sollten die leeren Batterien aufladen und den Kopf durchlüften, denn eine Saison geht auch in mentaler Hinsicht an die Substanz.» Nun sei die Mannschaft «heiss» auf die finale Phase der Qualifikation, sagt der Teamchef. Dies trifft insbesondere auf Jakub Szymanski zu. Der Tscheche wird in Schaffhausen sein Comeback geben; zwei Tage vor seinem 27.Geburtstag kommt dies seinem «grössten Geschenk» gleich. 13 Monate war er zuletzt zum Zuschauen verdammt, seit dem Wechsel nach Thun im Sommer 2008 bestritt der frühere Bundesliga-Spieler (Nettelstedt-Lübbecke und Pfullingen) nur vier NLA-Spiele. Er verletzte sich schwer am Knie, Komplikationen machten fünf Operationen nötig. «Dass ich wieder spielen kann, ist für mich eine Erlösung. Dem Knie geht es deutlich besser, ich fühle mich bereit, in der zweiten Saisonhälfte dem Team zu helfen», sagt Szymanski. Bleibt der Spielmacher vor weiteren Rückschlägen verschont und vermag er ansatzweise sein gewohntes Rendement zu erreichen, wird er auch nächste Saison in Diensten Wacker Thuns spielen.
In anderen Sphären
Vor Wochenfrist weilten die Thuner zu Testzwecken im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Gegen den hiesigen Erstligisten Bregenz gewannen sie 37:31. In Schaffhausen wird Wacker erstmals richtig gefordert sein. Rubin bezeichnet das Spiel gegen den souveränen Tabellenführer, der 15 von 17 Spielen für sich entschied, als echte Bewährungsprobe. «Wir sind der krasse Aussenseiter. Die Kadetten sind uns einen Schritt voraus, wirtschaftlich und strukturell bewegen sie sich in anderen Sphären.» Die Nordostschweizer operieren mit einem Budget, das ähnlich hoch sein dürfte wie jenes eines durchschnittlichen deutschen Bundesliga-Vereins. Im 17-Mann-Kader figurieren 13 Nationalspieler aus neun Ländern. Captain Iwan Ursic (177 Spiele) und Manuel Liniger (143) gehören in der helvetischen Auswahl zu den Leistungsträgern; der Este Mait Patrail und der tschechische Routinier Jan Filip sind Torgaranten. Letzterer gilt als einer der stärksten rechten Flügel in Europa. «Von diesem Vergleich können wir nur profitieren. Wir wollen das Tempo in unserem Spiel erhöhen, dies wird gegen die Kadetten auch nötig sein», erklärt Rubin, der anfügt, dass ein Punktgewinn eine «riesige Überraschung» wäre. Im Hinspiel war Wacker im vergangenen Oktober 26:34 unterlegen. Am Mittwoch erlitten die Schaffhauser mit dem Cup-Out gegen Amicitia jedoch einen herben Dämpfer.
Junge im Fokus
Nach dem Gastspiel in Schaffhausen folgen noch vier Qualifikationspartien, der Rückstand auf Platz 6, der zur Teilnahme an der Finalrunde berechtigt, beläuft sich auf fünf Punkte. Das Restprogramm spricht zudem eher für die direkte Konkurrenz. Rubin sagt, er wolle sich darüber nicht den Kopf zerbrechen, wichtig sei, in jedem Spiel das Optimum herauszuholen – auch in einer allfälligen Abstiegsrunde. Der Trainer plant, sämtlichen Spielern möglichst viel Einsatzzeit zu gewähren und die zahlreichen jungen Akteure zu forcieren.
Philipp Rindlisbacher
In anderen Sphären
Vor Wochenfrist weilten die Thuner zu Testzwecken im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Gegen den hiesigen Erstligisten Bregenz gewannen sie 37:31. In Schaffhausen wird Wacker erstmals richtig gefordert sein. Rubin bezeichnet das Spiel gegen den souveränen Tabellenführer, der 15 von 17 Spielen für sich entschied, als echte Bewährungsprobe. «Wir sind der krasse Aussenseiter. Die Kadetten sind uns einen Schritt voraus, wirtschaftlich und strukturell bewegen sie sich in anderen Sphären.» Die Nordostschweizer operieren mit einem Budget, das ähnlich hoch sein dürfte wie jenes eines durchschnittlichen deutschen Bundesliga-Vereins. Im 17-Mann-Kader figurieren 13 Nationalspieler aus neun Ländern. Captain Iwan Ursic (177 Spiele) und Manuel Liniger (143) gehören in der helvetischen Auswahl zu den Leistungsträgern; der Este Mait Patrail und der tschechische Routinier Jan Filip sind Torgaranten. Letzterer gilt als einer der stärksten rechten Flügel in Europa. «Von diesem Vergleich können wir nur profitieren. Wir wollen das Tempo in unserem Spiel erhöhen, dies wird gegen die Kadetten auch nötig sein», erklärt Rubin, der anfügt, dass ein Punktgewinn eine «riesige Überraschung» wäre. Im Hinspiel war Wacker im vergangenen Oktober 26:34 unterlegen. Am Mittwoch erlitten die Schaffhauser mit dem Cup-Out gegen Amicitia jedoch einen herben Dämpfer.
Junge im Fokus
Nach dem Gastspiel in Schaffhausen folgen noch vier Qualifikationspartien, der Rückstand auf Platz 6, der zur Teilnahme an der Finalrunde berechtigt, beläuft sich auf fünf Punkte. Das Restprogramm spricht zudem eher für die direkte Konkurrenz. Rubin sagt, er wolle sich darüber nicht den Kopf zerbrechen, wichtig sei, in jedem Spiel das Optimum herauszuholen – auch in einer allfälligen Abstiegsrunde. Der Trainer plant, sämtlichen Spielern möglichst viel Einsatzzeit zu gewähren und die zahlreichen jungen Akteure zu forcieren.
Philipp Rindlisbacher
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| Veröffentlicht 11:14:37 06.02.2010 |






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