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Zwöi: 10 Min. genügen nicht

Geschrieben von Thomas Kobel.

Zwei-2012-01-29-Wacker2-WestHBC-0021Die zweite Mannschaft von Wacker Thun hat ihre letzte Auswärtspartie gegen Yverdon mit 36:31 verloren. Am nächsten Samstag ist zu Hause gegen Wahlen/Laufen eine Reaktion gefordert.

Bei sibirischen Temperaturen ins Welschland gereist, benötigte das Zwöi von Wacker eine ganze Halbzeit, um gegen Yverdon warmzulaufen. In der ersten Hälfte passte wenig bis nichts zusammen. Nach dem 1:1 stand es schnell einmal 10:4, und das Zwöi ging mit dem Fünftorerückstand von 19:14 in die Pause. Es war einigermassen klar: Wer in 30 Minuten 19 Tore kassiert, wird es schwer haben, ein Spiel zu gewinnen.

Trotzdem war in der Garderobe die Motivation ungebrochen: Yverdon war kein derart übermächtiger Gegner, als dass die fünf Tore nicht aufzuholen gewesen wären. Prompt legte das Zwöi einen super Start in die zweite Hälfte hin und zeigte die besten zehn Minuten der Partie. Etwa in der 40. Minute war der Vorsprung des Heimteams dahin, das Zwöi hatte zum 23:23 ausgeglichen und der Yverdon-Trainer nahm sein Timeout. Das Spiel schien zu kippen, das Momentum war aufseiten der Thuner. Durch Strafen und zwei, drei Fehler brachte sich das Zwöi aber selbst unnötig aus dem Tritt. Wir vermochten nie in Führung zu gehen und verloren allmählich wieder den Anschluss. Nun erwachte auch das Publikum und trieb das abstiegsgefährdete Yverdon in einen Spielrausch. Auch die unmöglichsten Bälle landeten im Tor, während es auf Wacker-Seite nicht gelang, wieder die Überhand über das Spiel zu gewinnen. Am Schluss war der Abstand aus Hälfte eins wieder hergestellt. Die Hypothek erwies sich als zu gross, und das Zwöi verlor mit 36:31. Fazit: Zehn gute Minuten reichen nicht, um eine Partie zu gewinnen...

Nun trifft das Zwöi am nächsten Samstag, dem 11. Februar um 13.30 Uhr – also vor dem Europacup-Fight der ersten Mannschaft gegen HC Kolubara aus Serbien – auf die (mit zwei Spielen weniger) an zweitletzter Stelle liegende SG Wahlen/Laufen. Das Zwöi, das mit 16 Punkten nach wie vor sehr solide im Mittelfeld platziert ist, wird alles daran setzen, die zwei Punkte in der Lachenhalle zu halten.

(Linggä)


Wegen technischer Probleme schafften es die Berichte zu den vorletzten beiden Partien noch nicht auf die Homepage. Diese werden deshalb hier nachgereicht:

 


 

 Wacker 2 vs. HBC West 24:29 (11:15)

Mit dem HBC West war am vergangenen Sonntag ein absolutes Spitzenteam der 1.Liga zu Gast in der Lachenhalle. Im Vorfeld klare Verhältnisse also. Diese Annahme und die Tatsache, dass während unserem Spiel der EM-Final in Serbien ausgetragen wurde, widerspiegelte sich in der geringen Zuschauerzahl.

Vor bescheidener Kulisse begann das Zwöi aber dennoch konzentriert und legte einen Blitzstart gegen die Hünen von West hin. Nach fünf Minuten führte man bereits 2:0 und konnte das Score in den ersten 15 Minuten ausgeglichen gestalten. Dies auch dank zahlreicher technischer Fehler der Gastmannschaft. Dann aber verringerten die Lausanner die Fehlerquote und ihr überragender Torhüter wusste sich Mal um Mal auszuzeichnen. Er parierte zum Teil mirakulös und bescherte so den Gästen aus der Westschweiz, welche jetzt auch im Angriff konzentrierter und konsequenter auftraten, einen beruhigenden 4-Tore Vorsprung. Mit dieser Differenz schickte die Truppe von West die Wacker-Giele in die Kabine.
Die 2. Hälfte der Partie verlief lange Zeit nach demselben Muster: Wacker war zwar am Gegner dran und hatte seine Chancen, scheiterte aber immer wieder am starken Mann zwischen den Pfosten. Dies änderte sich eine Viertelstunde vor Ende der Partie: Dem Zwöi gelang es, mehr Aggressivität in die Deckung zu packen, was den Gegner vermehrt zu Fehlern und mangelhaft vorbereiteten Abschlüssen zwang. Wacker spielte indes konzentriert sein Spiel und kam dank dem nötigen Glück im Abschluss in der 48. Minute bis auf ein Tor heran und konnte einige Sekunden später sogar ausgleichen! Der HBC West legte aber in der Schlussphase noch einmal einen Zahn zu: Die grossgewachsenen Rückraumspieler tankten sich durch die offensive Deckung der Thuner (eine taktische Massnahme in den letzten Minuten der Partie - alles oder nichts) und der Torhüter mauerte seinen Kasten zu.

So konnte der HBC West schlussendlich einen ungefährdeten 29:24 Auswärtserfolg einfahren. Die Lausanner zeigten den Thunern die Grenzen auf und besiegten das Zwöi von Wacker, welches eine gute, aber nicht überragende Leistung zeigte, welche aber nötig gewesen wäre um den starken Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

(Nicolas Stüdle)

Impressionen in der Galerie


Gewonnener Punkt gegen Lyss

Nach der Niederlage im ersten Spiel des Jahres, wollte sich das Zwöi gegen Lyss wieder rehabilitieren. Doch obwohl wir das Hinspiel einigermassen souverän gewonnen haben, war uns bewusst, dass uns eine schwierige Aufgabe erwartet. Schliesslich startete Lyss mit einem aussagekräftigen Unentschieden gegen HBC West und wir hatten einige angeschlagene Spieler zu verzeichnen.

Das Spiel startete, wie erwartet, ziemlich ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Mehr als eine zwei-Tore-Führung konnte sich weder Lyss noch Wacker herausspielen. So kam es dann auch zum Pausenstand von 14:13 für Lyss, eine spannende Ausgangslage für die zweite Halbzeit.

Die zweiten dreissig Minuten verliefen noch ausgeglichener als die ersten. Ständig wechselte der Spielstand zwischen Gleichstand und einer ein-Tore-Führung der Lysser. Schlussendlich resultierte daraus ein 26:26, was für uns ein gewonnener Punkt bedeutet.

Gewonnener Punkt darum, weil wir gegen eine erfahrene und routinierte Mannschaft die Nerven nicht verloren haben und trotz einer Manndeckung auf unsere Rückraummitte unser Spiel durchgezogen haben. Besonders zu erwähnen ist die Leistungen derjenigen Spieler, die in anderen Spielen nicht so viel Einsatzzeit erhielten. Sie liessen sich ihre lange Verletzungspause, ihre lange Trainingspause oder andere Unannehmlichkeiten nicht anmerken und holten für das Zwöi die Kohlen aus dem Feuer.

(Sven Krainer)

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