Zwöi: Schöner Sieg
Fünf Sekunden vor Schluss tunnelte Seven Krainer den Ball zum 25:24 ins Netz. Es war ein schöner Sieg über den TV Birsfelden.
Die zweite Mannschaft von Wacker Thun absolvierte zuletzt zwei „englische Wochen“: In den vergangenen 14 Tagen bestritt das Zwöi fünf Spiele, wobei aufgrund dieser Dichte nur Zeit für zwei Trainingseinheiten blieb. Neben dem Cup-Knüller gegen den RTV Basel (28:30) gewann das Zwöi aus vier Meisterschaftsspielen sieben Punkte – ein wohl nicht zu wiederholendes Verhältnis von Aufwand und Ertrag. Damit hat sich das Zwöi als Aufsteiger einen grundsoliden Mittelfeldplatz mit Polster auf die Abstiegsplätze erarbeitet.
Nach der PSG Lyss am Donnerstag (30:25) war am Samstag mit dem TV Birsfelden eine weitere Mannschaft aus der Spitzengruppe in Thun zu Gast. Wir erwarteten einen technisch starken, jungen, schnellen und ausgeglichenen Gegner. Wenn es uns gelingen würde, dagegen zu halten, so war klar, dass es eine enge Partie ohne frühe Vorentscheidung geben würde. Genau so kam es schliesslich heraus.
In der ersten Hälfte hatte das Zwöi die Vorteile resultatmässig mehrheitlich auf seiner Seite, doch an ein Davonziehen war nicht zu denken. Besonders die schnellen Gegenstösse bereiteten dem Heimteam Mühe. Bis zur Pause (11:11) war der Vorsprung dahin. In der zweiten Hälfte bot sich ein ähnliches Bild: Nach einem Fehlstart in den ersten Minuten vermochte sich das Zwöi leicht abzusetzen. In der 56. Minute stand es 24:21 für die Thuner. Doch Birsfelden stellte auf eine offenere Deckung um, das Zwöi wurde durch eine Strafe dezimiert und sündigte im Abschluss. So glich Birsfelden zum 24:24 aus. 22 Sekunden vor Schluss bezog Wacker sein Timeout – den Ball um jeden Preis halten war die Devise. Die restliche Zeit wurde sicher heruntergespielt, um fünf Sekunden vor Schluss Sven Krainer zu lancieren, dem einmal mehr vieles gelungen war. Der rechte Flügel setzte den Ball mit einem „Tunneli“ zum Siegtreffer ins Netz.
Das hatte für einige einen Déjà-vu-Effekt: Krainer war es auch gewesen, der ebenfalls mit dem 25. Wacker-Treffer in der letzten Sekunde dem Zwöi letzte Saison überhaupt erst die Teilnahme an den Aufstiegsspielen ermöglicht hatte; nun, eine Saison später und eine Liga höher war er erneut für die Entscheidung besorgt – notabene gegen seinen Ex-Klub Birsfelden. Schwierig, noch schöner zu siegen...
Das nächste Spiel findet am 3. Dezember auswärts in Visp statt.
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