Wacker gewaltig unter Druck
Wacker Thun musste gegen Kolubara ein 32:32 hinnehmen. Wackers Philipp Buri (Best Player) gegen Kolubaras Torhüter Djordjevic Vladimiras. Foto: Christian PfanderWacker Thun musste sich im Achtelfinal-Hinspiel des Challenge Cups gegen Kolubara Lazarevac (Ser) mit einem 32:32 begnügen. Die Berner Oberländer vergaben den Sieg aufgrund einer enttäuschenden zweiten Halbzeit.
Die Oberländer waren geradezu fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen. Das Rückspiel im Challenge-Cup-Achtelfinal findet heute in Thun statt.
50 Minuten waren vorüber, als geschah, worauf zur Pause wohl nicht mal die Kühnsten unter den Gästen gewettet hätten: Kolubara ging in Front. Die Serben hatten zu Beginn der Partie nicht annähernd den Eindruck vermittelt, mithalten zu können. Mitte der ersten Halbzeit lag Wacker schon klar vorn, im Achtelfinal des Challenge-Cups schien gewiss nicht Halt zu sein für ein Team, das seine Gegenstösse im Schnellzugstempo vortrug.
Im Grunde war die Mannschaft von Martin Rubin auch zu diesem Zeitpunkt der Begegnung nicht effizient. Aber beim Stand von 11:5 nach 19 Minuten störte das niemanden; die Thuner schienen dabei zu sein, den serbischen Widersacher schon im Hinspiel zu distanzieren. Die Oberländer schafften es aber nicht, die Führung zu konservieren oder gar auszubauen – zu schlecht wurden die Angriffe aufgebaut, zu unpräzise gerieten die Abschlüsse. Und in Vladimiras Djordjevic wussten die Serben einen sehr fähigen Keeper in ihren Reihen. So schwand der Vorsprung der Thuner zusehends. Und in der 39. Minute fand Kolubara den Anschluss an die Berner. Immerhin: Wacker gelang es relativ lange, den Gegner zumindest um den einen Treffer in Schach zu halten. Der zur Pause eingewechselte Simon Getzmann erzielte nun gleich eine Reihe wichtiger Tore.
Aufbauer enttäuschen
32:32 ist das Hinspiel letztlich ausgegangen. «Wir werden uns steigern müssen», sagte Coach Rubin nach dem Match. Ihm hatte missfallen, wie seine Akteure früh begonnen hätten, «Zirkus zu spielen». Sein Team habe sich durch all die missratenen Abschlüsse gleich selber verunsichert. «Vielleicht», sagte er, «wurde es uns am Anfang zu leicht gemacht.»
Rubins Mannschaft kann sich glücklich schätzen, auch Ausrichter des Rückspiels zu sein – die Serben haben auf ihr Heimrecht verzichtet. Und in Anbetracht der eigentlichen Kräfteverhältnisse sind die Thuner weiterhin Favorit auf den Einzug in den Viertelfinal. Vonnöten ist die vom Trainer geforderte Leistungssteigerung um 17 Uhr, Lachenhalle, aber allemal.
Vorab die Aufbauer enttäuschten gegen einen Gegner, der in der Liga mit Bestimmtheit hinter den Bernern stünde. Gerade Borna Franic und Lukas von Deschwanden, die links im Rückraum spielen und damit eine Schlüsselposition belegen, haben die Möglichkeiten, sich für die ungenügende Darbietung von gestern zu revanchieren. Zuversicht schöpfen können die Thuner aus der Tatsache, trotz miesen Auftritts erneut über 30 Tore geschossen zu haben. Das spricht für ihre Klasse – und gegen Kolubara, ihren Gegner
Wacker Thun - Kolubara Lazarevac 32:32 (16:12)
Lachenhalle. - 780 Zuschauer. - SR Katsikis/Michailidis (Grie). -Strafen: je 5mal 2 Minuten.
Wacker Thun: Merz/Winkler (ab 46.); Von Deschwanden (2), Szymanski (4), Rathgeb (1), Linder (4/1), Isailovic (4), Hess, Getzmann (5), Friedli, Franic (2), Dähler (4), Caspar, Buri (6).
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Dragan Markovic, Konsul der Serbischen Republik in der Schweiz (rechts) überreichte den Best Playern den SPORTXX-Gutschein. Wacker's Best Player Philipp Buri, Kolubara's Best Plyer Bojan Tomic. Links im Bild Wacker-Präsident Heinz Widmer. Fotos. Roland Peter.
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