NLA: Pflicht erfüllt
Luca Linder traf beim Spiel Wacker-Endingen 10 Mal und war damit massgeblich am Sieg (33:29) beteiligt. Archivfoto: Roland Peter Als die Thuner in der Aargauer Spielstätte angekommen waren, fanden sie eine leere Halle vor. Gespielt wurde dann doch, und Wacker gewann gegen Endingen mit 33:29 Toren.
Am Schluss war alles so, wie es erwartet worden war: Die Berner Oberländer besiegten Schlusslicht Endingen (33:29), holten damit die budgetierten Punkte und verbleiben auf Rang zwei. Der Weg war holprig gewesen: Nach ihrer Ankunft in Würenlingen, wo die Aargauer ihre Heimspiele auszutragen pflegen, mussten die Thuner draussen warten, bis auch Vertreter des Gastgebers aufkreuzten. «Wir waren etwas früh da», sagte Coach Martin Rubin, der mit seinen Spielern in der Kälte stehen musste. Wacker bestritt in der Folge eine ordentliche erste Hälfte und führte zur Pause 18:14.
Während Umgang zwei musste die Partie für rund zwanzig Minuten verschoben werden, nachdem sich Endingen-Akteur Christian Riechsteiner schwer am Rücken verletzt hatte. Die Thuner hatten Mühe, zurück ins Spiel zu finden, und das punktelose Schlusslicht vermochte zu egalisieren. Keeper Andreas Merz, Zuzug Nikola Isailovic und Luca Linder, der ausnahmslos traf und erneut erfolgreichster Thuner war, sorgten danach für einen letztlich doch relativ klaren Sieg. Rubin sagte: «Endingen ist viel besser, als es Arbon letzte Saison gewesen ist.» Viele Teams hätten sich im Aargau schwergetan, und er sei froh, habe sein Team trotz vorübergehend schlechter Leistung gewonnen.
Zunehmend ungemütlich ist die Lage für den BSV Bern: Der Kantonsrivale, gegen den Wacker heuer zweimal siegte, unterlag in Stäfa und wird in den letzten drei Spielen wohl mindestens vier Punkte holen müssen, um sich für die Finalrunde zu qualifizieren. Die Lakers und St. Otmar haben bloss einen Zähler weniger auf dem Konto stehen, und Basel, vermeintlicher Abstiegskandidat, kann am Sonntag durch einen Sieg gegen Gossau mit den Stadtbernern gleichziehen.
Derartiges droht Wacker nicht: Die Oberländer sind nun alleiniger Zweiter. Rubins Team wird am Wochenende im Challenge-Cup gefordert sein. Gegen Kolubara (Ser) aller Voraussicht nach fehlen wird Fabian Studer, der sich im Training an der Hand verletzte und wohl ein, zwei Wochen ausfallen wird
Endingen - Wacker Thun 29:33 (14:18)
Weissenstein, Würenlingen. - 300 Zuschauer. - SR Brunner/Salah. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Endingen. 7mal 2 Minuten gegen Wacker Thun.
Endingen: Rosenberg; Biljali, Simon Huwyler, Stephan Huwyler (5), Jozipovic (2), Knecht (1), Lier (10/5), Pejkovic (2), Christian Riechsteiner (4/1), Lukas Riechsteiner, Schubnell, Tosic (5).
Wacker Thun: Winkler/Merz (ab 31.); Von Deschwanden (3), Szymanski (5), Rathgeb (1), Linder (10/2), Isailovic (6), Getzmann (2), Friedli, Franic (5), Dähler, Caspar, Buri (1).
Bemerkungen: Wacker Thun ohne Studer (verletzt). Endingen ab 28. ohne Christian Riechsteiner (Rückenverletzung/20-minütiger Unterbruch). Verhältnis verschossener Penaltys: 1:0.





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