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NLA: Caspar bleibt in Thun

Geschrieben von Adrian Horn.

NLA-2012-02-08-Caspar-verlaengertCaptain Roman Caspar hat seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert.
Archivbild: Roland Peter
Durch die Vertragsverlängerung Roman Caspars verschieben sich die Prioritäten der Oberländer Handballer im Transferbereich.

Der Captain bleibt an Bord. Aufbauer Roman Caspar hat seinen Vertrag bei Wacker Thun um zwei Jahre verlängert und sich den Oberländern damit bis Frühling 2014 verpflichtet. Dass er das tun würde, war nicht gleich festgestanden: Offenbar buhlte der BSV Bern Muri kräftig um die Dienste des in der Hauptstadt wohnhaften 25-Jährigen. Und der Defensivspezialist gibt zu, sich mit Vertretern des Kantonsrivalen über einen Wechsel unterhalten zu haben. «Ich habe aber stets zum Bleiben tendiert.»

Die Thuner punkteten unter anderem damit, Caspar die Rolle des Spielmachers angeboten zu haben, die durch den Abgang von Jakub Szymanski Ende Saison frei sein wird. Die Signatur des Captains bestimmt damit den Kurs, den das aktuelle Flaggschiff des Berner Handballs auf der Suche nach Verstärkungen nun fahren wird. Priorität geniesst fortan der Zuzug eines weiteren Linkshänders, der im rechten Rückraum aufgestellt werden soll. Der Serbe Nikola Isailovic, gegen Pfadi 4-mal erfolgreich, hat vorerst bloss einen Kontrakt bis zum Abschluss der Spielzeit.

Auch Merz verlängert
Weiterhin zählen können die Oberländer auch auf Andreas Merz. Der Schlussmann, der 30-mal für die Nationalmannschaft gespielt hat, unterschrieb ebenfalls für zwei weitere Jahre. Der 26-jährige Aargauer, seit Sommer 2010 bei Wacker engagiert, teilt sich mit Marc Winkler den Status als Nummer 1 und gefiel in der ersten Saisonhälfte sehr oft, vorab im Heimspiel gegen Stäfa, als der Keeper Wacker davor bewahrte, den gross gewesenen Vorsprung ganz preiszugeben.

Gerüst steht
«Für mich war schnell klar, dass ich verlängern werde», sagte Merz. Angebote anderer Klubs habe er nicht vorliegen gehabt. «In der kleinen Handballschweiz wusste man wohl, dass es wahrscheinlich umsonst wäre, mich anzufragen, weil es mir in Thun gefällt. Oder aber, die andern interessierten sich schlicht nicht für mich.» Merz’ Ziel mit Wacker ist es, «weiterhin an der Spitze zu spielen und bereit zu sein, wenn die Kadetten mal nicht gewinnen». Sobald sein Praktikum bei der Nationalbank der Vergangenheit angehöre und es zeitlich wieder drinliege, sei er auch nicht abgeneigt, wieder für die Landes-auswahl zu spielen, «sofern man mich dann noch will».

Nachdem mit Borna Franic und Reto Friedli Ende Jahr bereits zwei Leistungsträger entschieden haben, im Oberland zu bleiben, steht das Gerüst Wacker Thuns für die nächsten beiden Jahre. Baumeister Thomas Fahrni hat nun die Aufgabe, die Mannschaft allenfalls zu ergänzen.

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