DRÜ: Ratlos – sieglos
Selten bin ich in der Situation, dass ich nicht weiss, was ich nach einem Spiel von uns im Matchbericht schreiben soll. Heute war es wieder einmal soweit. Es geht mir als Autor gerade so, wie es uns vom DRÜ am gestrigen späten Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen SG Biberist 2 ergangen ist. Man nimmt sich viel vor und es gelingt nichts oder zumindest nicht viel. Man studiert zwischendurch immer wieder, was man besser machen könnte und müsste (z.B. beim Team-Timeout), aber die Aktionen und damit auch das Resultat werden nicht besser. Der Trainer regt sich auf und wird laut oder bleibt ganz ruhig, beides nützt nichts. Oder eben halt, ratlos und damit sieglos!
Eigentlich waren wir trotz saumässiger Kälte gut auf dieses Spiel vorbereitet. Zudem waren wir an den bisherigen beiden Sonntagsspielen jeweils als Sieger vom Platz gegangen und Heimrecht hatten wir auch noch. SG Gerlafingen 2 war uns zwar unbekannt, aber wir wussten, dass sie bisher bei zwei Spielen weniger zwei Punkte weniger als wir geholt hatten. Das waren doch alles Voraussetzungen, die eigentlich für unsere Chancen gesprochen hätten. Aber weit gefehlt, einmal mehr vermochten wir in der Verteidigung unsere früher legendären und sehr soliden Leistungen nicht abzurufen. Wir kassierten viel zu viele Tore durch einfache individuelle Fehler. Einmal mehr haben wir uns öfter nicht an die Abmachungen gehalten und so richtig entgegen gehalten haben wir auch nicht.
Im Angriff griffen die Gerlafinger während ca. der Hälfte der Spielzeit zum Mittel der Manndeckung auf mich, was uns leider meistens ziemlich aus dem Konzept gebracht hat (zum x-ten Mal in dieser Saison). Eigentlich hätten wir die durch diese Verteidigungsform entstandenen Lücken in der Verteidigung von Gerlafingen zu leichten Torerfolgen nutzen sollen und können. Aber eben, das entsprechende Können war nicht vorhanden bzw. blitze nur ab und zu durch.
Abgesehen von 10 Minuten vor der Halbzeitpause, in denen wir einen 4-Tore-Rückstand aufholen konnten, war unsere Verteidigung nicht viel wert. Und weil für einmal auch unsere Torhüter nur eine durchschnittliche Leistung abrufen konnten, haben wir nach einem ausgeglichenen Halbzeitstand von 9:9 das Spiel schlussendlich klar mit 19:24 verloren. Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass wir halt öfter als uns lieb ist, an unsere Leistungsgrenzen stossen und dass bei uns vermutlich die beiden Aspekte „Anspruch“ und „Leistung“ öfters gröber auseinanderdriften.
Wie dem auch sei, das Spiel war angeregt und jederzeit fair und bereits zum elften Mal im elften Spiel durften wir von einer sehr guten Spielleitung durch den Schiri profitieren. Und dank der Tatsache, dass Christine Lutz die Buvette bis nach unserem Spiel offen gehalten hat, konnten wir nach dem Spiel unsere moralischen und seelischen Wunden bei einem Bier oder ähnlichem pflegen. Herzlichen Dank Christine, das war toll von dir!





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