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DRÜ: Es geht doch

Geschrieben von Rüedu Badertscher.

symbolbild3Wenn es eine Halle gibt, die ich in den Tagen nach dem Spiel regelmässig verfluche, dann ist es die CIS-Halle in Solothurn mit ihrem steinharten Boden. Mein Rücken und meine Fussgelenke erinnern mich in den Tagen nach den Spielen jeweils mit heftigen Schmerzen an den Einsatz in Solothurn. Das einzig Gute an der Halle ist, dass sie nicht auch noch als „Haftmittelfrei“ deklariert ist und wir uns nicht auch noch mit diesem „Hindernis“ auseinandersetzen müssen.

Gestern mussten wir wieder einmal in Solothurn antreten. Wir hatten es mit einem uns bisher unbekannten Gegner zu tun, nämlich Grenchen ds Drü. Interessant an dieser Mannschaft ist, dass sie gemäss ihrer Bezeichnung (ds Drü), gleich wie wir, die dritte Mannschaft ihres Vereins sein müsste. Dem ist aber nicht so, denn beim Verein TV Grenchen gibt es nur noch diese Mannschaft. Ich gehe schwer davon aus, dass dies bei Wacker Thun niemals der Fall sein wird.

Nun doch auch noch zum Spiel. Es kommt selten vor, dass wir als klarer Favorit in eine Partie gehen. Im Spiel gegen Grenchen war dies angesichts der Tabellenlage (Grenchen ist mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz) aber sicher der Fall.  Es zeigte sich im Spiel denn auch sehr schnell, dass bei unserem Gegner maximal drei bis vier Spieler überhaupt ein Tor würden erzielen können. Dementsprechend hätten wir auch verteidigen müssen. Nur eben, das mit der Verteidigung hat bei uns in den letzten Spielen bekanntlich nicht mehr wirklich geklappt. Aber nachdem wir dieses Thema im letzten Training intensiv bearbeitet hatten, hoffte ich auf Besserung. Leider ist diese Besserung zumindest in der ersten Halbzeit nicht eingetreten. Wir erhielten unnötig viele Tore durch die Mitte, so dass wir zur Pause nur mit 10:8 in Führung gelegen sind.

Die zweite Halbzeit war dann doch noch ein kleiner Lichtblick. Endlich haben wir wieder etwas mehr zugepackt und nicht nur verbal geäussert, was wir in der Verteidigung hätten machen müssen. Wir konnten uns in der zweiten Halbzeit auf den bereits erwähnten, eher schwachen Angriff der Grenchener viel besser einstellen. Entsprechend kassierten wir denn auch nur noch vier Gegentore. Im Angriff gelang zwar längst nicht alles, aber immerhin doch einiges. Und mit dem zurückgekommenen Tobi Studach, der wegen einem Kreuzbandriss fast 11 Monate aussetzen musste, konnten wir auch aus dem Rückraum wieder mehr Druck erzeugen und die Verantwortung breiter verteilen. Erwähnen möchte ich auch noch ein zweites Saisoncomeback, nämlich dasjenige vom Geburtstagskind Lars Kyprian. Leider für ihn musste er angesichts unseres sehr dezimierten Rückraumkaders gestern auf einer ihm eher fremden Position im Rückraum spielen.

Schlussendlich resultierte gestern in der ungeliebten Halle in Solothurn ein deutlicher und letztendlich ungefährdeter 22:12 Sieg. Dies ist einerseits sehr erfreulich, da wir es normalerweise eben nicht gewohnt sind, als Favorit gewinnen zu müssen. Andererseits dürfen wir uns auch nicht zu viel auf diesen Sieg einbilden, denn unser Gegner war zumindest im Angriff doch sehr harmlos und somit kein wirkli-her Prüfstein für den Leistungscheck bezüglich unserer Verteidigung. Die nächsten Spiele werden in dieser Causa Aufschluss geben.

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