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Meisterlich

Meisterlich
Bericht Thuner Tagblatt
 
Wacker schlägt Leader Pfadi Winterthur vor bemerkenswerter Kulisse 28:26. Die Thuner spielen seit Wochen gross auf.
 
Ja sind denn heut schon Playoffs? Sekunden vor dem Beginn greift der Speaker zum Mikrofon und wendet sich dem Publikum zu. Er bittet die Zuschauer, näher zusammenzurücken – nicht alle, die eine Karte gekauft hatten, konnten eintreten. 1632 Leute werden letztlich Zeugen einer Partie, die in vielerlei Hinsicht an Finalbegegnungen erinnert. Zwei Platzverweise sprechen die Schiedsrichter aus, die Beteiligten kämpfen, als gäbe es einen Pokal und nicht bloss zwei Punkte zu gewinnen. Wacker gegen Pfadi ist am Samstag eine ziemlich brutale, hochgradig mitreissende Angelegenheit, mit Thun-Keeper Andreas Merz verliert kurzzeitig selbst ein Besonnener die Nerven. Die Berner Oberländer bezwingen den Gast aus Winterthur nach fünf Niederlagen erstmals wieder, sie siegen 28:26 und liegen nun lediglich noch einen Punkt hinter der Spitze. Dem Team von Martin Rubin gelingt ein über weite Strecken meisterlicher Auftritt. Seit sieben Matchs verlor es jetzt nicht mehr, das war dem Traditionsklub zuletzt im Winter der Saison 2012/2013 geglückt, bevor er sich dann zum Champion krönte.
 
21:13 führt der letztjährige Champions-League-Teilnehmer nach 36 Minuten und dem Tor von Nikola Isailovic. Der Profi ersetzte rechts im Rückraum Nicolas Raemy, den bis zu seinem Ausfall besten Mann auf dem Feld. Der Vorsprung wird kleiner und kleiner, 11 Minuten vor Schluss beträgt die Differenz noch 3 Treffer. Ideen- und auch ein bisschen mutlos agieren die Hausherren gerade, und auch der Coach wirkt etwas passiv, hat er es doch lange verpasst, auf das Aufkommen des Widersachers zu reagieren – etwa durch Einwechslungen von den beweglichen, kreativen Borna Franic und Reto Friedli, dem in der ersten Hälfte sehr überzeugenden Kreisläufer. Jonas Dähler erlöst seine Mannschaft in der Schlussphase, als er auf grossartige Weise das 25:21 erzielt. Die Zürcher sind zwar noch ein paarmal erfolgreich, sie kommen erneut heran, doch so richtig bangen muss Wacker nicht mehr. «Das war ein Kampf», sagt Rechtsflügel Markus Hüsser, der 3 Tore geworfen hat. «Vielleicht wollten wir den Erfolg noch ein Stückchen mehr, das hat wohl den Ausschlag gegeben.» Das Spiel sei von beiden Teams ausgesprochen hart geführt worden, «gewisse Aktionen waren unter der Gürtellinie», hält der Linkshänder fest. In der ersten Hälfte hatte Pfadis Regisseur Michal Svaijlen die Rote Karte gekriegt, gegen Ende des zweiten Umgangs musste der Winterthurer Haudegen Marcel Hess raus, nachdem er die dritte 2-Minuten-Strafe erhalten hatte. Der erstmals in der Lachenhalle weilende Nationaltrainer Rolf Brack dürfte froh sein, gibts diese Woche nicht einen Zusammenzug seiner Leute – die Vertreter der Zürcher und jene der Berner hätten sich wohl einiges zu sagen.
 
Nach missratenem Auftakt stehen die Thuner vorzüglich da. Sie weisen die mit Abstand beste Tordifferenz auf und werden bis Qualifikationsende in allen Vergleichen als Favorit antreten. Was also liegt drin für die Equipe, die eben den Leader und in der Vorwoche Meister Schaffhausen geschlagen hat? «Die Saison ist noch zu jung, als dass wir Prognosen aufstellen sollten. Aber seit der Niederlage in Stäfa sind wir mit Sicherheit auf einem guten Weg», erzählt Hüsser. Der Aargauer unterlässt es auch nicht, vor Suhr zu warnen, dem nächsten Gegner, dem Aufsteiger, dem Tabellenletzten. Bei Wacker hebt keiner ab.

Adrian Horn


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Nachtrag zum Container.ch Spiel

Anlässlich des Doppelspiels wurde das "container.ch Spiel" durch DHB RW Thun durchgeführt. Folgende Lose wurden gezogen:
Platz 5) 2612, Platz 4) 83, Platz 3) 145, Platz 2)144, Platz 1) 189
Die Preise wurden durch die Vertreter der DHB RW Thun bereits übergeben oder können gegen Abgabe des Loses auf der Geschäftsstelle abgeholt werden.


 

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17.11.2014 10:06:43 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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