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Merz glänzt beim Erzrivalen

Merz glänzt beim Erzrivalen
Bericht Thuner Tagblatt
 
Wacker Thun dominiert in Schaffhausen auch dank des tollen Torhüters, schlägt die Kadetten 32:25 und überholt den Doublegewinner damit in der Tabelle.

46 Minuten sind vorüber, und der Thuner Jonas Dähler trifft zum 28:17. Für Giorgio Behr, den Schaffhauser Präsidenten, muss sich das anfühlen wie die Verwirklichung eines ganz fiesen Albtraums. Die Kadetten werden vorgeführt, zu Hause, in seiner Halle – von Wacker, dem Erzrivalen, der ihm in den letzten Jahren schon einige ganz unangenehme Augenblicke bescherte. 32:25 siegt Martin Rubins Team, aus den jüngsten fünf Begegnungen hat es damit neun Punkte geholt, es schiebt sich in der Tabelle vor die Nordostschweizer, die weit weg davon sind, die helvetische Konkurrenz zu dominieren. Mitte Woche sorgten die Schaffhauser für Aufsehen, als sie bekannt gaben, Luka Maros für die nächsten Jahre verpflichtet zu haben. Der Aufbauer war erst auf die letzte Saison hin zu Pfadi Winterthur gewechselt, dem andern Giganten. Der Zuzug passt ins neue Konzept der Kadetten: Maros ist ein junger Hiesiger, ihm gehört mutmasslich die Zukunft in der Nationalmannschaft. Die Schwächen des Projekts kommen am Samstag zum Vorschein. Nikola Portner, gleichfalls ein talentierter Eidgenosse, hält kaum einen Ball, in seinem Stadium der Laufbahn ist man eben Formschwankungen unterlegen. Sein Gegenüber Andreas Merz spielt derweil gross auf, 7-mal pariert der Keeper des Meisters von 2013 allein in den ersten 24 Minuten. «Ihm gelang eine grossartige Leistung», sagt der Coach. Eben hat dieser mit Rolf Brack gesprochen, dem vor Ort befindlichen Trainer der Landesauswahl. «Er zeigte sich begeistert davon, dass in unserer Startaufstellung ausschliesslich Schweizer gestanden waren.» Die Schaffhauser mögen vermehrt auf Einheimische setzen; die Berner Oberländer tun dies längst.

Wackers Hoch ist mit Merz’ Verdienst. Seit Co-Nummer-1-Torhüter Marc Winkler in Stäfa mit einem Kreuzbandriss ausgefallen ist, lastet auf ihm eine Menge Druck. «Vorher durfte ich quasi gut sein. Nun muss ich», hatte der Aargauer nach der Verletzung seines Kumpels erzählt. Er enttäuschte nicht ein Mal. «Andreas hilft uns gerade sehr», merkt Rubin an. Der Keeper ist vor 1310 Zuschauern nicht der einzige Thuner, der brilliert. Dähler wirft sich mit maximaler Ausbeute aus dem Tief, Roman Caspar bestätigt, die Krise hinter sich gebracht zu haben, und Reto Friedli dankt dem Trainer für das Vertrauen in diesen Wochen mit starken Auftritten. Der Kreisläufer wird Profi Georgios Chalkidis neuerdings ja vorgezogen. Der Grieche gelangt in der zweiten Hälfte zum Einsatz, ihm glückt gleichfalls eine starke Darbietung. «Mir fällt nicht ein Spieler ein, mit dem ich unzufrieden sein sollte», hält Rubin fest, bevor er in Ekstase geraten und sagen wird: «Di Siechä hei uf dä Match brönnt, i ha nes Supergfüuh gha.» Seine Mannschaft tut also wieder ganz vorne mit, und am Samstag kommt es in der Lachenhalle zum Spitzenkampf gegen Leader Pfadi Winterthur. Die Kadetten werden währenddessen bei Aufsteiger Suhr versuchen, den Anschluss zu halten. Es sind triste Novembertage für Giorgio Behr.

Adrian Horn

 

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10.11.2014 08:57:38 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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