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Machtdemonstration

Machtdemonstration
Bericht Thuner Tagblatt
 
Wackers Akteure können gegen urlaubsreife Zürcher tun, wonach ihnen gerade ist, sie gewinnen 37:19 und beschliessen die erste Qualifikationshälfte mit elf Punkten.
 
Für einen Augenblick ist Thomas Lanz überfordert. Er denkt nach und nach, gibt sich alle Mühe, lächelt verlegen. Dann resigniert er. Ihm fällt partout nichts ein. Gefragt worden ist er, worin sich sein Team noch steigern kann. Gegen GC hatten die Thuner auf alles eine Antwort gehabt, in einem der einseitigsten Matchs der letzten Jahre schlug Wacker GC 37:19. Obwohl die Hausherren zeitweise zu dritt sechs Zürchern gegenübergestanden waren. Obwohl sie zu Beginn des zweiten Umgangs Fehler an Fehler reihten. Und obwohl der Trainer die nominell stärksten Kräfte schonte, als feststand, dass die Berner Oberländer gewinnen würden.
 
Vor 720 Zuschauern gelang Martin Rubins Mannschaft die beste Performance seit dem Auftakterfolg gegen Schaffhausen. Gegen die in der Tabelle vor ihr liegenden Gäste führte sie rasch 8:3, etwas später 15:9. Der Meister von 2013 griff mit einer Menge Verve an, er konnte auf einen tollen Rückraum zählen, wo Roman Caspar bestätigte, dass er wieder der Alte ist, und Zuzug Nicolas Raemy mit Geschwindigkeit, Pässen und Tordrang glänzte. Borna Franic und Nikola Isailovic brillierten mit maximaler Effizienz, Lukas von Deschwanden erzielte trotz verhaltenem Start sechs Tore, und der für Caspar eingewechselte Ivan Wyttenbach demonstrierte, dass er weit mehr kann, als bloss Strafwürfe zu verwerten. «Alles lief genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten – oder noch ein wenig besser», sagte Linksflügel Lanz, der fünfmal erfolgreich gewesen war.

Die Dominanz gipfelte in einem Thuner Treffer kurz vor der Pause. Raemy, von Deschwanden und Caspar mussten sich während 100 Sekunden mit in Vollbestand agierenden Zürchern messen, sie kassierten kein Tor, und als Caspar eine Lücke sah, warf er – und düpierte Keeper Tim Schubiger. Natürlich hatten die Oberländer dabei auch ein wenig Glück. Doch die Aktion verdeutlichte, wie überlegen der letztjährige Champions-League-Teilnehmer war. Und freilich wie desolat die Equipe von Arno Ehret, der die Schweizer Nationalmannschaft mit Spieler Rubin einst in ungeahnte Sphären geführt hatte, auftrat. Wacker überholte den gestrigen Widersacher damit und totalisiert nach Qualifikationshälfte elf Punkte.

Nicht mittun konnte Luca Linder. Der Leistungsträger war Anfang Oktober mit einer Oberschenkelzerrung ausgefallen. Nun musste der Linksflügel Rolf Brack absagen, von dem er für die EM-Qualifikationsspiele in Mazedonien und gegen Frankreich aufgeboten worden war. Die Sache ist für den 25-Jährigen sehr bitter, vermutlich hätte er – nun, da Manuel Liniger verletzt ist – jeweils beginnen können, erstmals in der Landesauswahl.
 
Bis Samstag, 8. November, finden im Championat keine Begegnungen statt. Die urlaubsreifen Zürcher können sich also erholen – und Lanz erhält Gelegenheit, im Team nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen.

Adrian Horn


 

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23.10.2014 09:09:44 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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