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Der Gastgeber ist König

Der Gastgeber ist König
Bericht Berner Oberländer

Wacker Thun schlägt Bern 25:24, erstmals seit sieben Spielen wird das Derby vom Heimteam gewonnen. Die Mannschaft aus der Hauptstadt steckt in Riesenschwierigkeiten.
 
Es ist eine alarmierende Bilanz, die der BSV Bern Muri aufweist, als er im Oberland antritt. Die letzten fünf Begegnungen hat das ambitionierte Ensemble von Lukas Magnaguagno verloren. Die Wende sollte im Derby nicht gelingen: Der Gast unterliegt 24:25 – und steckt nun so richtig in der Klemme. 5 Punkte beträgt der Rückstand auf Wacker eine Runde vor Ablauf der ersten Qualifikationshälfte. Die Thuner befinden sich nun, nachdem sie aus den jüngsten drei Matchs 5 Zähler geholt haben, wieder auf Kurs, belegen Rang fünf.
 
Unzulänglichkeiten und Spannung prägen das Kräftemessen der Kantonsrivalen; es ist offensichtlich, dass sich Equipen gegenüberstehen, deren Saisonstart nicht nach Wunsch verlaufen ist. Das Team aus der Hauptstadt besitzt im ersten Umgang leichte Vorteile, es führt 15:12, bevor Roman Caspar in der Schlusssekunde aus grosser Distanz verkürzt. «Das war ein ganz wichtiges Tor – für uns natürlich, aber auch für ihn persönlich», wird Reto Friedli nach der Partie über den Treffer seines zuletzt verunsicherten Captains sagen.
 
Der Kreisläufer erhielt erstmals den Vorzug vor Griechenlands Rekordnationalspieler Georgios Chalkidis, seit der Abwehrchef in die Schweiz gewechselt war. Das Eigengewächs hatte Martin Rubin am Sonntag besser gefallen – gerade in der Verteidigung. Kaum Verwendung haben die Oberländer gegenwärtig für Stefan Huwyler. Der Aargauer wird wie gegen Gossau nicht berücksichtigt, teils muss er bei Partnerverein Steffisburg in der Nationalliga B ran. Für den auf die letzte Saison hin zum Meister von 2013 gestossenen Aufbauer ist das bitter: Er entschied sich damals auch deswegen gegen die um ihn buhlenden Kadetten, weil er befürchtet hatte, in Schaffhausen häufig in der 2. Mannschaft in der NLB eingesetzt zu werden.
 
Nun, als die zweite Halbzeit begonnen hat, ist die Partie zwar unverändert fehlerhaft, aber hochgradig unterhaltsam. Die Oberländer bekunden Mühe im Rückraum, den der Coach nie optimal zu besetzen vermag. Sehr oft scheitern die Hausherren bereits im Ansatz, hochdekorierte Leute wie Nicolas Raemy oder Borna Franic kommen nicht ins Spiel. So avanciert Andreas Merz zum Matchwinner, der Torhüter, der in den ersten 30 Minuten enttäuscht hat und durch Nachwuchsmann Emush Klenja ersetzt worden ist. Der Routinier ist auf einmal so was wie unbezwingbar, ihm gelingen 11 Paraden in der zweiten Hälfte. Im Angriff überzeugt der erstaunlich kurz eingesetzte Nikola Isailovic, Ivan Wyttenbach, für den verletzten Luca Linder ins Team gerückt, verwertet fünf von sechs Penaltys. Keck ist sein Tun, als der 19-Jährige, eben gescheitert, zum vierten Siebenmeter antritt, unbeirrt und obwohl sich Schlüsselfigur Lukas von Deschwanden schon bereit gemacht hat.
 
So schlägt Thun Bern, erstmals seit sieben Partien (!) setzt sich wieder jene Mannschaft durch, die Heimrecht gehabt hat. Der Gast ist nicht länger König. «Zu Hause zu gewinnen, mit einem Tor Differenz, gegen Bern – das ist grossartig», sagt Friedli und guckt glücklich zu den Mitstreitern.
 
Adrian Horn

 

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16.10.2014 09:21:30 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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