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U19 Inter

U19 Inter
SG Stands/Altdorf - Lakeside U19 Inter 30:19

 
Am Samstag, 31. Januar 2015, spielte die U19 Inter der SG LakeSide Wacker/Steffisburg im Rahmen der Schweizer Meisterschaft in Stans gegen die SG Stans/Altdorf. Die eigene dünne Spielerdecke führte während dem Spiel zu einer innovativen Problemlösung. Ein Reise- und Spielbericht.

Ein gewöhnlicher Januar-Samstag in einer schneebedeckten Schweiz. Und die drei Junioren-Leistungsteams der SG LakeSide Wacker/Steffisburg verschlägt es zu Auswärtsspielen in fast alle Himmelsrichtungen, zeitlich sehr nahe zusammen. Während die U17 Elite um 13:00 Uhr in Schaffhausen anspielt, findet der Anpfiff der U15 Inter in Herzogenbuchsee nur eine Stunde später, um 14:00 Uhr, statt. Und kurz vor dem Zvieri tritt die U19 Inter in Stans an. Wohin soll man da am besten reisen? Die Wahl war alles andere als einfach! So mussten rationale Argumente daher: Wo war ich noch gar nie? Schaffhausen kennt man mittlerweile in- und auswendig. Herzogenbuchsee hat eine unglaublich heimelige Halle mit viel Holzbalken – da geht man immer wieder gerne hin. Aber Stans, im Eichli? Nein, da war man noch nie. Dabei wurde dort unser doppelte MVP Lukas Von Deschwanden gross. Et voilà – die Würfel sind gefallen: auf in die Innerschweiz!

Die Bahnverbindungen sind hervorragend: Ab Bern mit dem Intercity nach Luzern. Dort reicht die Umsteigezeit, um sich ein paar Erfrischungen von lokalen Feinkostläden reichen zu lassen. Und schon geht es mit dem kleinen Bähnli Richtung Engelberg weiter – ohne Halt bis Stans. Nach knapp anderthalb Stunden ab Bern ist die Reise vorbei. Der Fussweg zur Sportanlage Eichli ist hervorragend ausgeschildert – ganz grosses Lob und Dank an Stans. Querfeldein führt ein geteerter Weg zur Autobahnunterführung und schon ist man da. Was für eine grosszügige Anlage. Für praktisch jede Sportart gibt es hier Felder oder Hallen. Am interessantesten wirkt die Halle der Seilzieher: ein langgezogener, tiefer barackenähnlicher Bau. Ob diese spezielle Sporthalle allerdings Seilzieh-Champions-League tauglich wäre, bliebe im Fall der Fälle durch den europäischen Seilzieherverband zu prüfen …

Die Handballhalle wirkt sehr frisch und hell, bestens ausgerüstet. So präsentiert sich auch der Gegner: bestens ausgerüstet mit vierzehn Spielern. Demgegenüber stehen unsere sieben Feldspieler und drei Torhüter. Ebenfalls bestens ausgerüstet, in kräftigem Grün. Begleitet von den beiden Trainern Florian Kormann und Georgios Chalkidis. Und auf der Tribüne ein Wacker Thun Fan … Die Partie beginnt und wir gehen bereits mit einem Tor in Führung. Bald liegen wir zwei zu eins vorne. Das Spiel ist ziemlich ausgeglichen. Man bekommt fast den Eindruck, als ob die personell wesentlich stärkere SG Stans/Altdorf ihren heutigen Gegner auf die leichtere Schulter nahm. Jedenfalls findet der Gastgeber wesentlich weniger gut ins Spiel als wir. Unsere Spieler hingegen sind ganz gut bereit und kämpfen mit vereinten Kräften äusserst vorbildlich. In der Abwehr wie in der Verteidigung. Rund fünf Minuten vor der Pause merkt man aber langsam, dass uns eine Pause nun gut tun würde. Zur Halbzeit steht es 14:8, wenn unsere U19 Inter so weiter kämpft wie bisher, dann bleibt einiges möglich! Nur nicht aufgeben. Der eingeschlagene Kurs stimmt.

Nach dem Pausentee geht es rasant weiter. Der Gastgeber kann sich absetzen und bei uns schwinden langsam die Kräfte. Am Willen, so mein Eindruck, lag es nicht, dass unsere Spieler nicht mehr aufholten. Der Kopf wollte schon, allein die Kondition vermochte nicht den nötigen Schub zu leisten. Moderne Flugzeuge können aber auch mit einem Triebwerk weniger den Flug im Fall der Fälle sicher fortsetzen. So ungefähr verlief das restliche Spiel: man gab nicht auf und versuchte sich tapfer gegen den gegnerischen Gegenwind zu schlagen.

Um dem einen oder anderen Spieler eine Verschnaufpause zu gönnen, entstand nun auf der Bank eine sehr innovative Lösung: Marcial Egli, der Torhüter mit der Nummer 16, rüstete sich während dem Flug zu einem veritablen Feldspieler um: dem Spielerdress mit der Nummer sechs wurde mit Tape eine eins vorangestellt. Dresses waren ja genügend dabei. Rasch noch die lange gegen eine kurze Hose getauscht und schon hat die SG LakeSide Wacker/Steffisburg einen neuen, flinken Flügel an Bord! Eine Lösung ganz im Sinne von Alexandre Dumas seinem Roman «Die drei Musketiere»: Alle für einen, einer für alle! Somit konnten wir zum Schluss noch einmal ziemlich stark entgegen halten.

Das Spiel endete mit 30:19 Toren – der SG Stans/Altdorf ist die Revanche geglückt. Denn im Oktober 2014 war das Resultat in der Lachenhalle fast umgekehrt. Unseren wackeren Jungs ein grosses Lob: mit nur sieben Feldspielern habt Ihr Euch äusserst mutig und mit sehr viel Einsatz und Wille der Herausforderung gestellt! Weiter so! Tout mon respect!


Text: Kurt Häberli
Bild: Roland Peter



 

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02.02.2015 16:11:05 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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