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Ein Kriminal-Stück zur Derniere

Ein Kriminal-Stück zur Derniere
Bericht Thuner Tagblatt
 
Schlussmann Andreas Merz avanciert bei der packenden Partie gegen St.Gallen zum Hauptdarsteller. 28:22 gewinnen die Thuner, welche die Qualifikationsphase damit ohne Heimniederlage abschliessen.
 
23:20 führt Wacker, als Martin Rubin zum Speaker schreitet und ihm sagt: «Machmal ein bisschen Stimmung!» Erstmals in dieser Saison müssen die Thuner daheim bangen, und der Trainer appelliert in der Adventszeit ans Wirgefühl, die 1183 Leute sollen zusammenrücken – und das Team noch stärker unterstützen. Rubins Aufforderung 10 Minuten vor Schluss kann als Lebenszeichen gedeutet werden, ist er doch an jenem Tag dadurch aufgefallen, passiv zu coachen: Das Kader hat er nicht ergänzt; die gegen Stäfa drei Tage zuvor überzeugenden Stefan Huwyler und Thomas Rathgeb werden bis zuletzt umsonst darauf hoffen, während des Matchs den letzten Platz im Aufgebot einzunehmen. Auch Borna Franic gelangt gegen St.Gallen nicht zum Einsatz. Die Berner Oberländer siegen 28:22, sie entscheiden auch die neunte und letzte Begegnung zu Hause in der Qualifikation für sich, der Trainer hat sich auf Bauchgefühl und Stammkräfte verlassen – und alles richtig gemacht. Lukas von Deschwanden, den er trotz guter Alternativen durchspielen lässt, erzielt 13 Tore. Der Meister von 2013 bleibt Zweiter und behält die Chance, die Hauptrunde zu gewinnen.
 
Bis zur finalen Phase ist völlig offen, wer erfolgreich sein wird. Die Gäste haben in Umgang eins den stärkeren Eindruck gemacht,sind aber bloss mit einem Treffer Vorsprung in die Pause gegangen. Angeführt vom früheren Thuner Jakub Szymanski, bringt die Equipe aus der Ostschweiz die Hausherren ganz schön in Schwierigkeiten, Wacker wirkt mitunter ratlos und offenbart ungeahnte Schwächen in der Deckung. Bester Akteur auf dem Feld ist Andreas Merz, Keeper der Berner Oberländer. Er wird bis zum Ende der Veranstaltung 19-mal pariert und damit beinahe die Hälfte aller Abschlüsse zunichte gemacht haben. Die Entscheidung fällt 8 Minuten vor dem Ende, als der Aargauer einen Strafwurf von St.Otmars Tomas Babak hält, unmittelbar bevor von Deschwanden einen Penalty verwerten wird.
 
Gross aufzuspielen vermag zunehmend auch Nicolas Raemy. Drei wichtige Treffer gelingen dem Zuzug, viele Tore bereitet der Kreativkopf vor. Er wird zum Best Player gekürt werden – eine interessante, aber gewiss nicht falsche Wahl. Das nächste Mal tritt Wacker in der Lachenhalle im Februar an, im Rahmen der Finalrunde. Für den Champions-League-Teilnehmer der letzten Saison wird einiges möglich sein: mit Erfolgsgarant Merz, Verstärkung Raemy – und einem Coach, der das Glück wiedergefunden zu haben scheint.
 
Text: Adrian Horn
Foto: Roland Peter


 

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16.12.2014 16:11:50 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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