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Referenz an die Essenz von damals

Referenz an die Essenz von damals
Bericht Thuner Tagblatt
 
Wacker schlägt Stäfa 32:18 und erinnert dabei vorübergehend an die besten Tage. Stefan Huwyler kriegt wiedermal eine Chance, sich zu beweisen – und überzeugt mit drei Treffern.
 
Und dann, als das Spiel längst zu Ende war, kam sie doch noch, die schlechte Nachricht. Pfadi interthur war bei Suhr siegreich gewesen und eroberte damit die Leaderposition zurück, die Wacker für rund 20  Minuten virtuell innegehabt hatte. Bis dahin war für die Thuner gestern alles nach Wunsch verlaufen. Daheim lassen die Berner Oberländer auch in der Adventszeit nichts anbrennen: Sie hatten gegen Stäfa in der Startphase ein Feuerwerk gezündet und bauten die Führung sukzessive aus. Sie setzten sich mit 32:18 durch und sicherten sich im achten Heimspiel den achten Erfolg. Und sie distanzierten GC, das vor Heimpublikum überraschend Gossau unterlegen war.
 
Die Basis zum Sieg gegen das Team vom rechten Zürichseeufer hatten die Hausherren vor 905 Zuschauern zu Beginn gelegt, als sie Gegenstösse laufen und damit ihre Kernkompetenz demonstrieren konnten. Zu profitieren vermochte dabei im Wesentlichen Rechtsflügel Jonas Dähler, der immer wieder lanciert wurde und mit fünf Treffern dafür sorgte, dass die Seinen aus einem 0:2 ein 10:2machten. Ständig war die Auswahl von der Goldküste an der ungemein kompakten Deckung oder spätestens an Keeper Andreas Merz gescheitert. Wie Martin Rubins Mannschaft den Gast dominierte – mit der sehr dichten Verteidigung und den daraus resultierenden Kontern –, erinnerte einen frappant an die Blütezeit des Ensembles, das 2013 Meister und im Jahr davor in den Final gleich dreier Wettbewerbe vorgestossen war.
 
Die Klatsche in der Lachenhalle bedeutete eine harte Landung für ein Team, das gegen den selben Widersacher daheim gewonnen und am Wochenende mit St.Otmar einen weiteren Vertreter des Spitzenfeldes geschlagen hatte. Die bloss mit neun Feldakteuren angereiste Equipe des Ende Saison zurücktretenden Markus Jud war nach dem für sie völlig missratenen Start freilich bezwungen, wenngleich sie sich fangen konnte und den Zweitplatzierten in der Folge etwas mehr entgegenzusetzen hatte. Nicht mittun konnte Nikola Isailovic. Der Profi war im Spiel gegen Gossau in der Schlussphase ausgefallen. An seiner Stelle begann Nicolas Raemy, der in der Ostschweiz nach einer Gehirnerschütterung und drei Wochen Pause in den Meisterschaftsbetrieb zurückgekehrt war. Dass eine Kopfverletzung weit einschneidender sein kann, beweist das Beispiel des Stäfner Talents Pascal Vernier. Der Linkshänder war 17, als er in der Nationalmannschaft debütierte. Der Hüne galt als einer der begabtesten Schweizer, er war der helvetische Senkrechtstarter des letzten Jahres. Ende der vergangenen Saison traf ihn im Training ein Ball am Kopf, und seither hat der Aufbauer keinen Match bestritten. Wie die «Zürichsee-Zeitung» in ihrer gestrigen Ausgabe berichtet hat, ist offen, ob Vernier seine Laufbahn wird fortsetzen können. Den Partien bleibe er oft fern, hiess es; zu laut sei es in der Halle. Gestern reiste der Bemitleidenswerte mit ins Berner Oberland. Ihm sei es wichtig, weiterhin nahe an der Mannschaft zu sein.
 
Eine derartige Leidensgeschichte bleibt Raemy erspart. Gestern agierte er bereits wieder, als wäre er nie weg gewesen. Auch seinetwegen konnte es sich Rubin leisten, Schlüsselkraft Lukas von Deschwanden in der zweiten Hälfte bloss noch für die Strafwürfe einzusetzen. Der Coach gab dem zuletzt kaum berücksichtigten und bei den raren Auftritten entsprechend unsicheren Stefan Huwyler Spielgelegenheit im Rückraum. Der Aargauer mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten in der Deckung zeigte klare Aufwärtstendenz im Angriff, er traf ausnahmslos und glänzte mit tollem Pass auf Linksflügel Thomas Lanz vor dessen Tor zum 25:14. Es sei ganz okay gelaufen, sagte er bescheiden. «Wichtig war, dass mir die erste Aktion (ein Wurf nach 3 Minuten Einsatzzeit; die Red.) gelungen ist. Das gab mir Vertrauen.» So war auch er, der zuletzt vermutlich nicht restlos Zufriedene, glücklich. Da konnten es die Thuner dann gar verschmerzen, blieb die Krönung aus. König ist schliesslich, wer am Saisonende ganz oben stehen wird.
 
Text: Adrian Horn
Foto: Roland Peter


 

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11.12.2014 14:50:06 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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