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Bericht Thuner Tagblatt

Bericht Thuner Tagblatt
Die Ein-Mann-Show
 
Lukas von Deschwanden demonstriert beim33:26 gegen Ex-Klub Kriens, der beste Individualist in der Liga zu sein. Auch seinetwegen ist Wacker seit neun Partien ungeschlagen.
 
Eine Aktion spiegelt 60 Minuten: Lukas von Deschwanden erhält den Ball, verschafft sich kurz Überblick und wirft hoch und weit nach rechts, wo Markus Hüsser wartet. Der Pass aber gerät viel zu wenig wuchtig, als dass sich die Krienser in der Zwischenzeit nicht hätten positionieren können. Zu zweit also stehen diese da, wartend auf das misslungene Zuspiel der Thuner Schlüsselkraft. Doch die Luzerner behindern sich gegenseitig, Topskorer Vukasin Stojanovic fängt den Ball, bevor dieser via Rücken von Teamkollege Peter Schramm ins Aus fliegen wird. Slapstick der Extraklasse in der Lachenhalle, selbst Innerschweizer schmunzeln.
 
Von Deschwanden darf somit selbst diese Szene als geglückt verbuchen. Der Aufbauer kann offenbar an diesem Tag nichts falsch machen. Elfmal trifft er, zig weitere Tore bereitet er vor; die Wahl zum «Best Player» ist eine Vollzugsmeldung. Sein direkter Gegenspieler Boris Stankovic, bester Schütze der letzten Jahre hierzulande, vermag vor 1254 Besuchern lediglich einmal erfolgreich zu sein. Die Einmannshow vom Urner mit adeligem Namen und bodenständigem Verhalten findet eben nicht bloss in der Krienser Feldhälfte statt.
 
33:26 gewinnt Martin Rubins Mannschaft gegen den Sechstklassierten, inklusive des Cupwettbewerbs ist sie seit neun Begegnungen ungeschlagen. Daheim haben sich die Berner in dieser Saison stets durchsetzen können, mitunter auf begeisternde Weise. Fünf Runden vor Schluss träumt der Meister von 2013 vom Qualifikationssieg. Nach 8 Minuten führen die Hausherren 6:1, zur Pause liegen sie 18:11 vorn. Sie haben das Geschehen jederzeit im Griff, selbst wenn mit Ausnahme von Roman Caspar, Hüsser und von Deschwanden keiner wird behaupten können, einen Riesenmatch hingelegt zu haben.
 
Zwei Punkte trennen den letztjährigen Champions League-Teilnehmer von Leader Pfadi, er hat aber das leichtere Restprogramm als die Winterthurer. Und vielleicht wird Wacker morgen bei GC auch wieder auf Nicolas Raemy zählen können. Der Rückraumakteur hatte vor zwei Wochen eine Gehirnerschütterung erlitten. Im Training verspürte er immer mal wieder Kopfschmerzen, weshalb der Trainer entschied, auf den Nationalspieler zu verzichten. Der Linkshänder verfolgt die Partie gemeinsam mit dem verletzten Torhüter Marc Winkler von der unteren Tribüne aus. Sie vereint eine Menge Potenzial, auf das die Thuner nicht zurückgreifen können. Ein Problem ist das kaum. Sie haben ja Lukas von Deschwanden.

Text: Adrian Horn
Fotos: Roland Peter

 
 

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01.12.2014 17:19:35 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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