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Marc Winkler

Marc Winkler
Nach dem Rückschlag dem Plan voraus
 
Acht Wochen nachdem er sich das Kreuzband gerissen hat, hinterlässt Wackers Keeper Marc Winkler
einen starken Eindruck. Der Rahmenwürde passen. Marc Winkler kuriert eine langwierige Verletzung aus, mal wieder. Zum zweiten Mal in seiner Karriere hat sich der 26-Jährige das Kreuzband gerissen. Viele fragen ihn: «Die Saison ist für dich wohl gelaufen, was?» Seit derTorhüter vor acht Wochen in Stäfa ausgefallen ist, reihen seine Teamkollegen Erfolg an Erfolg, Wacker hat die letzten acht Partien nicht verloren und tritt nun gegen Kriens an.
 
Der potenzielle Leistungsträger ist während Monaten zum Zuschauen verdammt, er sitzt am Mittwoch in einem Café, draussen ists neblig, Urlaubs- und sonstige Glücksgefühle scheinen gerade weit weg. November eben. Doch er sagt: «Mir geht’s prima, ich bin guter Dinge.» Der Pechvogel hätte allen Grund, sich zu beklagen; er könnte jammern, jeder würde es ihm nachsehen. Doch Winkler ist nicht danach, sich gehen zu lassen.
 
Er hinterlässt im Gespräch einen starken Eindruck, den Zufriedenen mimt er nicht bloss. «Keine Sekunde!», versichert er, habe er ans Aufhören gedacht. Vielmehr nutzt er die Frage dazu, sich zum Spitzensport zu bekennen: «Mir ist bewusst, dass es in meinem Alter nicht unüblich ist, sich als Handballer mit dem Rücktritt auseinanderzusetzen. Doch ich wüsste nicht, wieso ich mich bald anderem zuwenden sollte. Nach jetzigem Stand mache ich noch eine ganze Weile weiter.» Er sei überzeugt, seinen Zenit nicht erreicht zu haben.
 
Die Zuversicht gründet auf den Fortschritten, die der Verletzte tagtäglich macht. Längst hat er die Krücken weglegen können, an seinem Gang ist nichts Aussergewöhnliches zu erkennen. «Die Genesung verläuft sehr gut, wirsind dem Plan sogar ein wenig voraus.» Ende September hat sich der Keeper den Kreuzbandriss zugezogen, an der Zürcher Goldküste, bei der Pleite gegen den Abstiegskandidaten. Bei einer Intervention ist das Berner Oberländer Eigengewächs unglücklich gefallen. «Ich wusste gleich, worum es sich handelt», sagt Winkler. Seit Anfang der zu Ende gehenden Woche arbeitet der Kaufmann wieder. Den Morgen verbringt er also in Moosseedorf, mittags absolviert er eine Trainingseinheit, bevor er am Abend jeweils in der Lachenhalle zur Mannschaft stösst und seine Übungen bestreitet. «Es ist mir wichtig, weiterhin regen Kontakt zu den Mitspielern zu haben.»
 
Wacker erlebte zuletzt einige Höhepunkte, und Winkler stand oft im Zentrum. Meister wurde Martin Rubins Team im Frühling 2013 auch deswegen, weil der in jener Saison bis dahin unter Wert geschlagene Schlussmann in die Bresche sprang, als Andreas Merz in der entscheidenden Phase Schwächen offenbart hatte. Der Hochbegabte führte die Thuner erst in den Final und war in der Serie gegen die Kadetten ein Eckpfeiler. Im Winter hielt er sechs Penaltys bei dem 24:24 in Skopje, dem einzigen Punktgewinn in der Champions League. Heuer glänzte er im Auftaktmatch gegen die Schaffhauser; der Sieg gegen den Titelverteidiger brachte den Berner Oberländern jene Aufmerksamkeit zurück, die sie durch schwache Resultate verloren hatten.
 
Marc Winkler glaubt daran, in dieser Saison noch mal eingreifen zu können. Er sagt: «Es hilft mir, ein Ziel zu haben. Das motiviert mich.» Er mutmasst, bei optimalem Verlauf im April das Comeback feiern zu können, und erkundigt sich nach dem Termin für das sogenannte Final Four: das Wochenende, an dem unter den letzten vier Klubs der Cupsieger ermittelt wird. Es findet am 11. und am 12.April in Olten statt. Das wäre ein guter Zeitpunkt für die Rückkehr. Der Rahmen würde passen.
 
Adrian Horn


 

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29.11.2014 11:57:09 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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