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Wir sind näher zusammengerückt

Wir sind näher zusammengerückt
Wacker-CEO Fred Bächer: "Wir sind noch näher zusammengerückt..."
 
handball · Vor Wacker Thuns Saisonauftakt zu Hause gegen Schaffhausen äussert sich CEO Fred Bächer zu Fortschritten und Plänen. Und er erklärt, wie der Meister von 2013 die Schulden loszuwerden gedenkt.
 
Ist Ihnen während der Sommerpause auf dem Liegestuhl so schnell langweilig geworden?
Fred Bächer: (schmunzelt) Nun, das Wetter war ja auch oft schlecht, sodass man sich ja gar nicht erst hingelegt hat. Und wer sich für Wacker engagiert, der hat immer etwas zu tun.
 
Sie waren mal wieder besonders aktiv. Das Logo des Vereins wurde überarbeitet, er verfügt neuerdings über ein Klubhaus und hat Sponsoren gewonnen.
Ja. Wir haben das Budget erhöhen müssen, und es ist Teil unserer Strategie, ständig nach neuen Geschäftsfeldern zu suchen – für die Mitglieder, für das Kässeli. Wir möchten wachsen, und dafür müssen wir etwas tun. Das ist Daily Business bei uns.
 
Das Klubhaus teilen Sie mit dem FC Dürrenast, es liegt 100 Meter von der Spielstätte entfernt. Was versprechen Sie sich von ihm?
Wir wollten schon immer eins. Dann erfuhr ich, dass Dürrenast jemanden sucht, der das Klubhaus übernimmt. Also setzte ich mich mit den Leuten in Verbindung. Wir fanden heraus, dass die Vereine sehr ähnliche Werte haben, beide sind hier im Lachenareal verwurzelt und treten bodenständig auf.
 
Während wir sprechen, trägt Dürrenasts Fanionteam ein Meisterschaftsspiel aus, die Zuschauer werden in der Pause und nach dem Match konsumieren. In wessen Kasse fliesst das Geld?
Nun, wir sind Pächter: Wir haben den Betriebsaufwand und deshalb auch die Einnahmen. Wir werden sehen, was dabei herausschaut. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich das Engagement lohnen wird. Aber im Vordergrund steht der gesellschaftliche Gedanke: Wir wollen Mitgliedern und Fans einen Platz bieten, an dem sie sich austauschen und gemütlich etwas trinken können.
 
Wäre es nicht sinnvoll gewesen, sich in der Stadt einzumieten, auf dem Mühleplatz etwa, damit Wacker im Zentrum präsenter ist?
Auf dem Mühleplatz haben wir ein Stammlokal: die Café Bar Zentral. Dort brauchten wir nicht noch ein offizielles Klubhaus. Und natürlich wollten wir nicht einen Partner konkurrieren.
 
Die letzte Saison mit den durchzogenen Leistungen und den teils ernüchternden Zuschauerzahlen hat Sie nicht entmutigt im Bestreben, zu wachsen?
Ganz und gar nicht. Wir haben da sportlich nicht viel gerissen, das bestreiten wir nicht. Aber auf gesellschaftlicher Ebene haben wir einen Sprung gemacht, wir sind noch näher zusammengerückt. Wir gehen den Weg weiter, den wir eingeschlagen haben.
 
Welches Projekt packen Sie denn als Nächstes an?
Wie jedes Unternehmen wollen wir eine solide Basis haben; dass es uns noch ganz lange geben wird, ist das Wichtigste. Also müssen wir die Restschulden loswerden, ein Vermögen aufbauen.
 
Die sogenannte Bilanzverschuldung beträgt 50 000 Franken. Wie wollen Sie die abbauen?
Mit denselben Massnahmen wie bisher. Wir haben letzte Saison knapp die Playoffs verpasst. Hätten wir sie erreicht und uns damit für den Europacup qualifiziert, stünden wir nun schuldenfrei da. Und vergessen Sie nicht: Wir haben die Schulden minimieren können in einem Jahr, das uns ausserordentlich beansprucht hat durch die Teilnahme an der Champions League.
 
Für die Königsklasse war eigens ein Budget erstellt worden. Die Rechnung schloss positiv ab, nachdem viele bereits relativ konkret von einem Verlustgeschäft gesprochen und Summen von bis zu 35 000 Franken genannt hatten.
Dass es uns gelungen ist, positiv abzuschliessen, hat diverse Gründe. So nahmen wir an den Heimspielen etwa mehr ein, als wir gedacht hatten. Und wir konnten einmal mehr auf grossartige Unterstützung seitens unserer Sponsoren zählen.
 
Sie nähmen also wieder teil?
Diese Frage kann ich Ihnen hier und jetzt nicht beantworten. Den Entscheid würde ich ja nicht alleine fällen. Sollte sich die Frage irgendwann wieder stellen, würden wir vom Vorstand uns zusammensetzen und darüber befinden. Wirtschaftlich wäre es noch mal eine Riesenherausforderung. Andrerseits: Wir wüssten nun, was auf uns zukäme.
 
Der UHC Thun hat den Aufstieg in die höchste Spielklasse geschafft und rechnet mit 500 bis 1000 Gästen pro Match. Sind Sie in Sorge, Zuschauer und Aufmerksamkeit an ihn zu verlieren?
Ich freue mich vor allem für den UHC Thun. Das ist eine grossartige Sache. Wir verstehen uns gut und betrachten uns nicht als Konkurrenten. Sollten wir ih-nen in irgendeiner Weise helfen können, würden wir dies tun – genauso wie sie auch uns helfen würden.
 
Im grossen Stil über den Handball zu berichten gedenkt der «Blick». Was halten Sie davon?
Ich begrüsse es sehr, dass der drittgrösste Teamsport hierzulande dadurch ein Stück weit jene Aufmerksamkeit erhält, die er verdient. Was die Vereine daraus machen, das liegt an ihnen.
 
Mit Noah Huber hat ein Hochbegabter von Partnerverein Steffisburg zu Erzfeind Schaffhausen gewechselt, ohne einmal für Ihr Fanionteam aufgelaufen zu sein. Was ist da schiefgelaufen?
Wir müssen damit leben, dass grosse Talente von andern Vereinen umworben werden. Wir haben zwei sehr starke Torhüter. Die Kadetten sehen in ihm auch viel Potenzial und haben ihm eben ein Angebot gemacht. Damit haben wir umzugehen.
 
Und was wünschen Sie sich für den Auftaktmatch gegen ebendiese Kadetten: 2 Punkte oder 1000 Zuschauer?
2 Punkte! Und ich bin sicher, dass wir vor mehr als 1000 Leuten spielen werden.
 
Interview:Adrian Horn


03.09.2014 09:54:52 | medienstelle@wackerthun.ch

 

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